TRENDS

Sie kennen dich, sie kriegen dich

ÜBERWACHUNG Firmen können Mitarbeiter und Führungskräfte inzwischen auf Schritt und Tritt ausspionieren. Niemand ist mehr sicher.

Schon lan­ge ar­bei­te­te er für den Kon­zern, war auf­ge­stie­gen bis in die drit­te Füh­rungs­ebe­ne. An sei­nen Leis­tun­gen gab es we­nig aus­zu­set­zen, selbst die Spe­sen­tü­ten wa­ren un­ta­de­lig. Al­lein: Der neue Be­reichs­vor­stand des süd­deut­schen Au­to­her­stel­lers moch­te den Ma­na­ger nicht. Der Mann soll­te weg, am bes­ten frist­los.

Mit ei­nem Kunst­griff kon­stru­ier­ten die Fir­men­an­wäl­te den Kün­di­gungs­grund. Sie grif­fen sich die Da­ten der Na­vi­ga­ti­ons­soft­ware aus der Dienst­wa­gen­elek­tro­nik und zeich­ne­ten dar­aus ein Be­we­gungs­pro­fil des Ma­na­gers. Und sie­he da, die di­gi­ta­le Ras­ter­fahn­dung lie­fer­te Un­stim­mig­kei­ten mit den ein­ge­reich­ten We­ge­kos­ten­ab­rech­nun­gen. De­tek­ti­ve soll­ten nun ge­richts­ver­wert­ba­re Be­wei­se sam­meln.

Der Ma­na­ger habe sich, so der Vor­wurf, durch falsch ab­ge­rech­ne­te Dienst­wa­gen­ki­lo­me­ter Steu­er­vor­tei­le er­schli­chen. Und weil der Kon­zern ge­gen­über den Fi­nanz­be­hör­den ver­ant­wort­lich sei, habe er auch das Un­ter­neh­men hin­ter­gan­gen. Dar­um, hieß es im Kün­di­gungs­schrei­ben, müs­se das Ar­beits­ver­hält­nis be­en­det wer­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.