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Tom Smiley in Not

KULTURWANDEL Der WDR versinkt im Chaos. Digitalisierung und Sparvorgaben schmerzen – und der #MeToo-Skandal schwelt weiter. Der Sender brauchte einen Krisenmanager, hat jedoch: Tom Buhrow.

SCHEIN UND SEIN Tom Buhrow war als „Mr. Ta­ges­the­men“ sehr be­liebt, als In­ten­dant des WDR ist er höchst um­strit­ten

Schein­wer­fer­licht, Tom Buhrow (60) und die Ka­me­ra, da ent­steht noch im­mer ein fast ero­ti­sches Ver­hält­nis. Er trägt eine di­cke Schicht Make-up, die Lip­pen glän­zen, der gan­ze Mann strahlt. Der In­ten­dant hat sich für sei­ne Rol­le zu­recht­schmin­ken las­sen.

Sei­ne Stim­me, hell und kräf­tig, ist ge­tra­gen von so­li­dem Selbst­be­wusst­sein. Nur das blon­de Haar ist lich­ter ge­wor­den, seit er vor sechs Jah­ren die „Ta­ges­the­men“ hin­ter sich ge­las­sen hat, der Kör­per vol­ler. Ehe­dem Jog­ger und Ma­ra­thon­läu­fer, kommt er nur noch sel­ten raus. In­ten­dant des West­deut­schen Rund­funks (WDR) ist ein „mör­de­ri­scher Job“, be­kam er mit auf den Weg. „Ich habe von Tag zu Tag mehr Ge­stal­tungs­wil­len“, er­klärt er wäh­rend ei­nes Ge­sprächs im Haupt­stadt­stu­dio.

Den braucht er auch. Buhrow, der ab 2020 zu­dem noch Vor­sit­zen­der der ARD wer­den will, hat da­heim in Köln meh­re­re Rie­sen­auf­ga­ben zu lö­sen. Mit 4300 Mit­ar­bei­tern und 1,3 Mil­li­ar­den Euro Bud­get muss er den nach der BBC größ­ten Sen­der Eu­ro­pas mal so lang­sam ins di­gi­ta­le Zeit­al­ter füh­ren – und gleich­zei­tig deut­lich spa­ren; beim WDR sol­len 500 Stel­len weg­fal­len, fast jede ach­te, „so et­was gab es noch nie“. Zu­sätz­lich schwelt der #Me­Too-Skan­dal.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.