GELDANLAGE FÜR KOPFMENSCHEN

Comeback in der dritten Dimension

Die abgestürzte Silicon-Valley-Ikone HP verspricht wieder Kursgewinne.

Seit mei­nen Unita­gen liegt bei mir ein pro­gram­mier­ba­rer HP-25-Ta­schen­rech­ner ver­bor­gen in ei­nem Schrank. Auf dem Ding ließ sich die rich­ti­ge Ge­schwin­dig­keit für eine ge­schmei­di­ge Mond­lan­dung be­rech­nen – ein si­che­rer Gag da­mals in un­se­rer WG-Kü­che. Zu der Zeit war Hew­lett Pa­ckard eine der cools­ten Fir­men der Welt. Eine ers­te Adres­se für Tüft­ler. Und ein zu­ver­läs­si­ger Ge­winn­brin­ger an der Bör­se. Da­von ist kaum mehr et­was üb­rig. Dru­cker und PC? Lang­wei­li­ge Mas­sen­wa­re. Das Ma­nage­ment? Kos­ten­drü­cker, die den Kon­zern in ei­nen Hard­ware- und ei­nen Soft­ware­teil auf­spal­te­ten.

Ge­ra­de mal 29 Mil­li­ar­den Dol­lar ist HP Inc. an der Bör­se noch wert, der Teil also, der sich auf Dru­cker und Note­books fo­kus­siert. Stimmt der Ana­lys­ten­kon­sens und blei­ben 2019 3,4 Mil­li­ar­den Dol­lar Ge­winn hän­gen, er­gibt sich ein hoch­at­trak­ti­ves Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von neun. An­ders ge­sagt: Wer das kom­plet­te Un­ter­neh­men kauft, be­kommt eine Ren­di­te von 11 Pro­zent.

Wirk­lich at­trak­tiv ist die Ak­tie aber aus ei­nem an­de­ren Grund. Schon im Fe­bru­ar 2014 er­zähl­ten mir HP-Leu­te in Ka­li­for­ni­en, dass sie mit ih­rer Druck­ex­per­ti­se Markt­füh­rer bei 3-D wer­den wol­len. In­zwi­schen sind sie so weit. Es hat nur noch nie­mand ge­merkt. Die HP-Ma­schi­nen dru­cken Kunst­stof­fe und Me­tal­le in drei Di­men­sio­nen, schnell und mil­lio­nen­fach. Die Ge­rä­te kos­ten min­des­tens 50.000 Dol­lar. Be­reits heu­te ist die HP-Jet-Fu­si­on-Tech­nik bei VW und BMW im Ein­satz.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.