LEBEN

„Das ist wie ein Refugium“

OUT OF OFFICE Montblanc-Chef Nicolas Baretzki findet, dass Handschrift zum Denken zwingt.

Tee? Kaf­fee? Cham­pa­gner?“ Ni­co­las Ba­retz­ki ist ein sehr gut ge­laun­ter Mann in ei­nem sehr gut ge­schnit­te­nen An­zug. Er sitzt in der Ham­bur­ger Zen­tra­le von Mont­blanc in ei­nem Kon­fe­renz­raum, an des­sen Wän­den Fo­tos von US-Prä­si­den­ten, Sport­stars, Ade­li­gen hän­gen. Alle un­ter­schrei­ben ir­gend­wel­che Ver­trä­ge mit Mont­blanc-Stif­ten. Auch sei­nen ei­ge­nen Fül­ler zeigt Ba­retz­ki be­reit­wil­lig her, lässt ihn dann aber rasch wie­der im Le­dere­tui ver­schwin­den: „Den gibt es noch gar nicht.“

MM Herr Ba­retz­ki, wir schrei­ben we­ni­ger von Hand als je zu­vor. Zu­gleich gab es noch nie so teu­re Fül­ler, ein­zel­ne kos­ten fast zwei Mil­lio­nen Euro. Wie passt das zu­sam­men?

NI­CO­LAS BA­RETZ­KI Das ist kein Wi­der­spruch. Wenn ich wis­sen will, wie spät es ist, schaue ich meis­tens aufs Han­dy. Aber trotz­dem tra­ge ich eine Uhr, und ich habe gro­ße Freu­de dar­an. Die Welt mag im­mer di­gi­ta­ler wer­den, aber ge­ra­de des­we­gen fin­den im­mer mehr Leu­te zu­rück zum ur­sprüng­li­chen Ge­fühl des Schrei­bens, das ist wie ein Re­fu­gi­um.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.