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Festung Leverkusen

BAYER Aufsichtsratschef Werner Wenning organisiert die Abwehrschlacht für seinen CEO Werner Baumann.

DUN­KEL­ZIF­FER Kon­zern­chef Bau­mann re­agier­te auf die Über­nah­me­wel­le in der Agrar­che­mie mit der Ak­qui­si­ti­on von Mons­an­to. Seit­her ver­liert Bay­er an Wert.

Ende Fe­bru­ar schlossWer­ner Wen­ning (72) die Rei­hen. Noch ein­mal schwor der Chef des Bay­er-Kon­troll­gre­mi­ums sei­ne Kol­le­gen dar­auf ein, sich vor und ge­ge­be­nen­falls auch hin­ter CEO Wer­ner Bau­mann (56) zu stel­len. Es war die Ver­trau­ens­fra­ge für des­sen Stra­te­gie, den rhei­ni­schen Tra­di­ti­ons­kon­zern mit dem Kauf des Gly­phosa­ther­stel­lers Mons­an­to zur glo­ba­len Num­mer eins im Ge­schäft mit Saat­gut und Pflan­zen­schutz­che­mi­ka­li­en auf­zu­bo­cken. Das Vo­tum war ein­stim­mig: pro Bau­mann.

Das ist ein durch­aus be­mer­kens­wer­ter Ver­trau­ens­be­weis an­ge­sichts der Tat­sa­che, dass Bay­ers Bör­sen­wert in­zwi­schen un­ter dem Kauf­preis für Mons­an­to (63 Mil­li­ar­den Dol­lar) liegt. Selbst die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter hiel­ten still – ob­wohl die Be­leg­schaft ihre Al­ters­vor­sor­ge auch mit den Ak­ti­en ih­res Ar­beit­ge­bers auf­baut und nun spar­sa­mer pla­nen muss.

Mit dem er­neu­ten Vo­tum für den im Win­ter 2015 ein­ge­schla­ge­nen und mit ho­hen Rechts­ri­si­ken ver­bun­de­nen Weg – über 11.000 Scha­dens­er­satz­kla­gen sind in­zwi­schen auf­ge­lau­fen – hat Wen­ning in­tern alle Dis­kus­sio­nen um eine mög­li­che Ab­lö­sung Bau­manns er­stickt. War­um ei­nen CEO aus­tau­schen, wenn der die rich­ti­ge Stra­te­gie fährt und so­gar die Zah­len stim­men?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.