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Der Anti-Pofalla

DEUTSCHE BAHN Finanzvorstand Alexander Doll ist zum Ersatz-Bahnchef aufgestiegen.

VI­ZEKÖNIG Alex­an­der Doll nimmt Kurs auf hö­he­re Wei­hen

Er kam als Rät­sel – und wur­de eine fes­te Grö­ße. AlsAlex­an­der Doll (49) vor an­dert­halb Jah­ren zur Deut­schen Bahn wech­sel­te, frag­ten sich vie­le, ob das gut ge­hen kann: Ein Ban­ker – zu­letzt Chef von Bar­clays Deutsch­land – wird Lo­gis­tik­vor­stand. Und das, ob­wohl er mit kon­kre­ten Fracht­the­men zu­vor wohl nur bei pri­va­ten Um­zü­gen zu tun hat­te.

Das Miss­trau­en schwand schnell, der Auf­sichts­rat ver­trau­te ihm zum Jah­res­be­ginn 2019 zu­sätz­lich zur Lo­gis­tik die Fi­nan­zen des Staats­kon­zerns an. Und jetzt er­lebt er die nächs­te Be­för­de­rung, al­ler­dings in­for­mell. Doll hat in­tern der­art an An­se­hen und Ein­fluss ge­won­nen, dass maß­geb­li­che Tei­le des Auf­sichts­rats ihn für den neu­en Er­satz-Bahn­chef hal­ten. Falls der über­for­der­te Amts­in­ha­ber Ri­chard Lutz (54) we­gen der nächs­ten Hor­ror­mel­dun­gen ge­hen müss­te oder selbst hin­schmis­se: Man wür­de sich wohl sehr schnell auf Doll als Nach­fol­ger ei­ni­gen.

Der Auf­stei­ger kommt da­mit vor al­lem ei­nem in die Que­re: Ro­nald Po­fal­la (59). Der mit zahl­rei­chen Zu­stän­dig­kei­ten ge­seg­ne­te Netz­vor­stand sieht sich bis­her of­fen­bar selbst als heim­li­chen Kon­zern­pri­mus und ers­ten Re­ser­ve­chef. Erst An­fang April un­ter­strich der ehe­ma­li­ge Kanz­ler­amts­mi­nis­ter sei­nen An­spruch, als er mit der At­ti­tü­de des Er­lö­sers sei­ne Plä­ne zur Di­gi­ta­li­sie­rung des Schie­nen­strangs vor­stell­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.