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KÖNIG FUSSBALL

MANAGEMENT Jürgen Klopp führte den runtergewirtschafteten FC Liverpool zurück in die europäische Spitze. Teamführung, Motivation, Selbstinszenierung – gerade Wirtschaftsgrößen können viel von ihm lernen.

GEÜBTER PO­SER Dank Cha­ris­ma, Cle­ver­ness, Mut zu Neu­em und ei­ner per­fek­ten Selbst­in­sze­nie­rung ist Fuß­ball­trai­ner Jür­gen Klopp zum Top­ma­na­ger ge­reift

Als es ums Geld ging, ver­ab­schie­de­te sich Jür­gen Klopp (51) zum Spa­zier­gang in den na­hen Cen­tral Park. Im Büro der Kanz­lei She­ar­man & Ster­ling an New Yorks Lex­ing­ton Ave­nue han­del­te der­weil sein Agent sei­nen neu­en Ver­trag aus. An je­nem 1. Ok­to­ber 2015 wur­de aus ei­nem deut­schen Trai­ner der Chef ei­nes der be­rühm­tes­ten Fuß­ball­klubs der Welt, dem FC Li­ver­pool (LFC). Jah­res­ge­halt: da­mals etwa elf Mil­lio­nen Euro.

Klopp hat­te den CEO-Test be­stan­den. Mi­cha­el Gor­don (54), Pre­si­dent der Fen­way Sports Group (FSG), US-Ei­gen­tü­mer des LFC, hat­te den Kan­di­da­ten nach al­len Re­geln der In­vest­menta­rith­me­tik durch­leuch­tet: Wie vie­le Punk­te pro Spiel schafft er? Wie vie­le Tore schie­ßen sei­ne Teams im Schnitt? Wie ver­hal­ten sich sei­ne Er­geb­nis­se auf dem Platz zu den fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten sei­nes Ar­beit­ge­bers?

Die Zah­len spra­chen für Klopp. Als er ihn an je­nem Tag per­sön­lich er­leb­te, war Gor­don, der in drei Jahr­zehn­ten als Hedge­fonds­ma­na­ger ein Ver­mö­gen ver­dient hat, be­geis­tert: „Es war klar, dass sich Jür­gen als Fuß­ball­trai­ner auf dem glei­chen Ni­veau be­wegt wie ein Un­ter­neh­mens­chef, wie ein Mann, dem man gern sei­ne Fir­ma an­ver­trau­en wür­de.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.