UNTERNEHMEN

NORDSTERN

DAIMLER Große Visionen, gewaltige Egos: Die Vorstandschefs waren bislang selbstverliebte Alphatiere. Jetzt kommt ein Teamplayer, den selbst seine Gegner mögen. Der Schwede Ola Källenius wird Daimler umkrempeln, der Mann hat einen Plan.

SCHWE­RES ERBE Die­sel­last, Elek­tror­ück­stand, Kon­junk­tur­schwä­che: Ola Käl­le­ni­us hat schwer zu schlep­pen.

Anfang 2019 zeigt Ola Käl­le­ni­us (49) schon ein­mal, dass Daim­ler un­ter ihm ein an­de­res Un­ter­neh­men wer­den soll. Der Ent­wick­lungs­chef ver­han­delt mit sei­nem Kol­le­gen von BMW, Klaus Fröh­lich (58), ei­nem sehr selbst­be­wuss­ten Macht­ma­na­ger, über die ge­mein­sa­me Ent­wick­lung al­ler Kom­pakt­wa­gen. Doch Fröh­lich will, an­ders als Käl­le­ni­us, nur eine klei­ne Lö­sung: ein Elek­tro­au­to, na­tür­lich mit BMW- und Mer­ce­des-Va­ri­an­te. Und dann pas­siert et­was, was man von den Stutt­gar­ter Au­to­grö­ßen ("Das Bes­te oder nichts") ein­fach nicht kennt. Käl­le­ni­us gibt nach, ge­gen den Wil­len wich­ti­ger Ent­wick­ler im ei­ge­nen Haus.

Of­fi­zi­ell dau­ert es noch bis zum 22. Mai, bis sei­ne Ära be­ginnt. Auf der Haupt­ver­samm­lung in Ber­lin über­nimmt Ola Käl­le­ni­us die Füh­rung der Daim­ler AG, löst Die­ter Zet­sche (65) an der Kon­zern­spit­ze ab. Doch die ers­ten Zei­chen setzt er be­reits.

New Daim­ler soll – es geht ja auch nicht an­ders – grü­ner wer­den. Spä­tes­tens 2040 will Käl­le­ni­us das Un­ter­neh­men kom­plett von CO₂ be­freit ha­ben. Die neu ver­kauf­ten Au­tos, die Pro­duk­ti­on, mög­lichst auch die Zu­lie­fe­rer. Wo Daim­ler drauf­steht, darf kein Koh­len­di­oxid raus­kom­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.