UNTERNEHMEN

TRIO INFERNALE

MITTELSTANDSBERATER Ein Juristentrio prägt eine ganze Generation von Familienunternehmen – im Guten, zu häufig auch im Schlechten. Die Herren kommen dabei immer auf ihre Kosten.

EGO-SHOO­TER Brun-Ha­gen Hen­ner­kes (o.), Mark Binz (l.) und Pe­ter May re­kla­mie­ren für sich je­weils Er­lö­ser­sta­tus. Sie se­hen sich nicht als Ma­nage­ment­be­ra­ter, son­dern als Coa­ches und The­ra­peu­ten.

Unter­neh­mens­be­ra­ter Pe­ter May (61) ver­han­delt nicht lang über sein Ho­no­rar. 12.000 Euro müs­sen drin sein – pro Tag. Ge­stan­de­ne McK­in­sey- oder BCG-Se­ni­or-Part­ner be­kom­men bei sol­chen Sät­zen wäss­ri­ge Au­gen. Sie ge­ben sich in der Re­gel mit 6000 Euro oder we­ni­ger zu­frie­den; im­mer noch eine stol­ze Sum­me, aber eben nur die Hälf­te des­sen, was May ein­streicht.

Der mit­tel­gro­ße, schlan­ke Mann mit vol­lem Schopf sitzt am aus­la­den­den Be­spre­chungs­tisch sei­ner Bü­ro­vil­la in Bad Go­des­berg und sagt mit un­ver­hoh­le­nem Stolz: „Ich bin der Teu­ers­te in der Bran­che, und das bin ich auch wert.“

An­ders als die Top­con­sul­tants, die bei Dax-30-Vor­stands­vor­sit­zen­den oder Bun­des­mi­nis­tern ein und aus ge­hen, kon­zen­triert sich May auf eine pro­fi­ta­ble Ni­sche: Er steht rei­chen Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men zur Sei­te – wie Merz Phar­ma, Doh­le oder Ne­ven Du­Mont. Drun­ter tut er's nicht. Klein­be­trie­be könn­ten sich ihn so­wie­so nicht leis­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.