BUSINESS REBEL

Eric Léandri

Der Franzose bietet eine saubere Alternative zu Google an.

D as ist er also, der fleisch­ge­wor­de­ne Traum der Si­li­con-Val­ley-Kri­ti­ker. Eric Léan­dri (47), ein char­man­ter Fran­zo­se mit Drei­ta­ge­bart, hat 2013 das Un­ter­neh­men ge­grün­det, das sich vie­le Idea­lis­ten wünsch­ten: Qwant – eine eu­ro­päi­sche Al­ter­na­ti­ve zu Goog­le.

In Zei­ten von Da­ten­skan­da­len und Han­dels­krie­gen wächst die Zahl der Léan­dri-Jün­ger. So ou­te­te sich Mar­g­re­the Ves­ta­ger (51), im Haupt­be­ruf EU-Wett­be­werbs­kom­mis­sa­rin und Schre­cken der Tech­kon­zer­ne, jüngst als Fan. In Frank­reich ha­ben Mi­li­tär, Na­tio­nal­ver­samm­lung und meh­re­re Schu­len Goog­le zu­guns­ten von Qwant ver­bannt. Das Start-up ver­ar­bei­te­te 2018 rund 18 Mil­li­ar­den Such­an­fra­gen und kommt in der Hei­mat auf ei­nen Markt­an­teil von gut 5 Pro­zent. Axel Sprin­ger ist mit 18,1 Pro­zent be­tei­ligt.

Léan­dri spielt mit sei­ner Rol­le als Au­ßen­sei­ter (er be­tont gern, dass er aus Kor­si­ka kommt): Er kämp­fe, so Léan­dri, für den Schutz der Pri­vat­sphä­re und die Un­ab­hän­gig­keit vom Si­li­con Val­ley. „Goog­le ist kei­ne ech­te Such­ma­schi­ne mehr“, sagt er, „es zeigt uns nur den Goog­le-Teil des In­ter­nets.“ Tat­säch­lich be­vor­zugt der US-Kon­zern etwa Vi­deo­er­geb­nis­se der Toch­ter YouTube. Schnell und prä­zi­se ist Goog­le aber eben auch.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.