UNTERNEHMEN

ERBFLUCH

AUGUST VON FINCK Der geheimnisumwitterte 89-jährige Milliardär plagt sich mit dem Generationswechsel. Die unternehmerische Klasse des Vaters fehlt seinen vier Kindern. Es droht der Zerfall des Imperiums.

GLA­MOUR-PAAR Am An­fang der Un­ter­neh­mer­kar­rie­re in den 80er Jah­ren zeig­te sich Au­gust von Finck gern mit Ehe­frau Fran­ci­ne in der Öffent­lich­keit

Nichts Ge­rin­ge­res als die Mün­che­ner Le­bens­kul­tur schien auf dem Spiel zu ste­hen. Gas­tro­no­men schäum­ten. Weiß­wurst­lieb­ha­ber spür­ten schon ein emp­find­li­ches Loch in der Ma­gen­ge­gend. Die CSU-Lo­kal­po­li­tik zürn­te in ei­nem Brand­brief: „Spie­len Sie kein Mo­no­po­ly mit uns!“

Der Adres­sat des Grolls: Au­gust von Finck, der 89-jäh­ri­ge ge­heim­nis­um­wit­ter­te Mil­li­ar­där, zu­letzt vom SPIEGEL un­wi­der­spro­chen ver­däch­tigt, der AfD mög­li­cher­wei­se Mil­lio­nen­spen­den über ver­deck­te Ka­nä­le zu­ge­scho­ben zu ha­ben.

In der baye­ri­schen Haupt­stadt hat­te von Finck über eine sei­ner Fir­men er­wirkt, dass die Tra­di­ti­ons­schen­ke „An­dech­ser am Dom“ Mit­te ver­gan­ge­nen Jah­res aus dem an­ge­stamm­ten Quar­tier raus­muss­te. Zu­dem be­nö­tigt auch die „Fran­zis­ka­ner“-Stu­be in der Re­si­denz­stra­ße – ähn­lich tra­di­ti­ons­reich wie das „Hof­bräu­haus“ – ab 2022 ein an­de­res Quar­tier. Auf bei­den Flä­chen will von Finck neue Ge­bäu­de er­rich­ten und dar­in Lu­xus­lä­den und Mo­de­ket­ten un­ter­brin­gen. Denn die zah­len deut­lich hö­he­re Mie­ten als die Bier­lo­ka­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.