ACHTEN SIE AUF ...

Julian Teicke

WEFOX Der Internetunternehmer hatte erst keine Lust auf Versicherungen, heute ist seine Insurtech-Firma mehrere Hundert Millionen wert.

VER­KAUFS­TA­LENT Ju­li­an Tei­cke will eine di­gi­tal ge­tak­te­te Ar­mee von Po­li­cen­ver­käu­fern auf­bau­en. Sein Va­ter hat einst ei­nen Fi­nanz­ver­trieb ge­grün­det und an Cars­ten Maschmey­er ver­kauft.

Dass Ju­li­an Tei­cke (32) in Ver­si­che­run­gen macht, ist Zu­fall. Es war vor vier Jah­ren, ge­ra­de hat­ten er und sein Kom­pa­gnon Dario Faz­lic (33) ihr Gut­schein­un­ter­neh­men De­inDeal in der Schweiz ver­kauft. Ir­gend­et­was Neu­es muss­te her. In­s­ur­tech, schlug Faz­lic vor, das sei das neue gro­ße Ding.

Tei­cke hat­te we­nig Lust. Er kennt das Ver­si­che­rungs­ge­schäft. Sein Va­ter Hart­mut (61) hat­te selbst ei­nen Struk­tur­ver­trieb auf­ge­baut und spä­ter an AWD-Grün­der Cars­ten Maschmey­er (59) ver­kauft. Faz­lic or­ga­ni­sier­te trotz­dem ein Mee­ting mit ei­nem In­ves­tor – und Tei­cke ju­ni­or wech­sel­te in den Grün­der­mo­dus: Er mal­te Fo­li­en, knips­te sein Ver­kaufs­ta­lent an. Nach 45 Mi­nu­ten hat­te er 300.000 Dol­lar in der Kas­se, für 10 Pro­zent ei­ner Fir­ma, die es da noch gar nicht gab. „Es blieb uns also gar nichts an­de­res mehr üb­rig, als an­zu­fan­gen“, er­in­nert sich Tei­cke und zieht die Mund­win­kel zu ei­nem brei­ten Grin­sen aus­ein­an­der.

In­zwi­schen re­si­diert er in ei­nem Ber­li­ner Hin­ter­haus­loft an der Gren­ze zwi­schen Kreuz­berg und Neu­kölln. 200 Leu­te ar­bei­ten für ihn. Aus 300.000 Dol­lar Ei­gen­ka­pi­tal sind mehr als 150 Mil­lio­nen ge­wor­den. Da­mit führt er ei­nes der am bes­ten fi­nan­zier­ten Ver­si­che­rungs-Start-ups in Eu­ro­pa an: We­fox. Wie vie­le An­tei­le er noch selbst hält, dar­über schweigt er.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.