MAGISCHES VIERECK

Der falsche Kampf um die Industrie

Wenn der Staat schon fördern will, dann bitte Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter.

Von Henrik Müller

Es klingt wie aus dem Gru­sel­ka­bi­nett der Wirt­schafts­po­li­tik. Ein Mi­nis­ter be­nennt aus­ge­wähl­te Kon­zer­ne, die er un­ter den be­son­de­ren Schutz des Staa­tes stel­len will. Ein Fi­nanz­mi­nis­ter will zwei schwa­che Ban­ken fu­sio­nie­ren und stellt da­mit eine im­pli­zi­te Staats­ga­ran­tie aus. Na­tio­na­le und eu­ro­päi­sche Cham­pi­ons sol­len ent­ste­hen, zur Not mit staat­li­cher Hil­fe. Wich­ti­ge Wirt­schafts­ver­bän­de ge­ben sich nicht ab­ge­neigt. Deutsch­land rüs­tet zum Kampf um die In­dus­trie. Was, bit­te schön, soll das?

Am Ende ei­nes sol­chen In­ter­ven­tio­nis­mus re­giert der Staat in Un­ter­neh­men hin­ein, de­ren Fort­be­stand die Po­li­tik für wün­schens­wert er­ach­tet. Geht die Sa­che schief, kom­men für Ver­lus­te die Steu­er­zah­ler auf. Der Wett­be­werb wird aus­ge­höhlt. Auf Un­ter­stüt­zung kön­nen vor al­lem rei­fe Rie­sen mit vie­len Be­schäf­tig­ten und Lob­by­po­wer hof­fen. Öko­no­misch droht mit so ei­ner In­dus­trie­po­li­tik ein De­sas­ter.


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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2019.