MAR­TIN NOÉ Chef­re­dak­teur

EDITORIAL

Solo für Tina

DIE DEUT­SCHE WIRT­SCHAFT ist, je­den­falls von der Spit­ze her be­trach­tet, so männ­lich wie Ra­sier­was­ser. Umso mehr In­ter­es­se weckt Tina Mül­ler, die seit ein­ein­halb Jah­ren Eu­ro­pas größ­te Par­fü­me­rie­ket­te Dou­glas führt. Schon als Opel-Mar­ke­ting­vor­stän­din stahl sie dem da­ma­li­gen Chef Karl-Tho­mas Neu­mann die Schau, seit sie zu Dou­glas wech­sel­te, gilt sie als Star der deut­schen Wirt­schafts­frau­en. Al­ler­dings er­reich­ten mei­nen Kol­le­gen Mar­tin Meh­rin­ger sehr bald un­ge­wöhn­lich vie­le Kla­gen über Mül­lers „Ego­ma­nage­ment“. In­zwi­schen hat sie im Zuge ei­nes Stra­te­gie­schwenks das Gros der Top­füh­rungs­kräf­te aus­ge­tauscht und nicht sel­ten mit Be­kann­ten aus ih­rem Netz­werk er­setzt. Mül­ler ist so flei­ßig wie de­tail­ver­liebt, vor al­lem aber al­les an­de­re als zim­per­lich – et­li­che Mit­ar­bei­ter und Mit­ar­bei­te­rin­nen fürch­ten sich re­gel­recht vor ihr. Un­se­re Ti­tel­ge­schich­te „Bib­ber & Tina“ le­sen Sie ab hier.

ALS BRAM SCHOT FAST ZUFÄLLIG AUDI-CHEF WUR­DE, wet­te­ten vie­le in­tern wie ex­tern auf sein Schei­tern. Denn wie soll­te aus­ge­rech­net ein Ver­triebs­mann und Au­ßen­sei­ter den Ab­sturz der Au­to­mar­ke auf­hal­ten? Kein Jahr spä­ter hat sich Schot Re­spekt in In­gol­stadt ver­schafft – und eine ehr­gei­zi­ge Stra­te­gie er­ar­bei­tet. Mei­nem Kol­le­gen Mi­cha­el Frei­tag und mir stell­te der Vor­stands­vor­sit­zen­de sei­nen Plan ex­klu­siv vor und er­klär­te sich in ei­nem In­ter­view. Nach dem zwei­stün­di­gen Ge­spräch war klar: BMW und Mer­ce­des, aber auch Tes­la müs­sen wie­der mit Audi rech­nen, ab hier.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.