NAMEN UND NACHRICHTEN

Netzdiät

TELEFÓNICA Die Spanier sparen ihre deutsche Tochter O2 sturmreif.

In der O₂-Zen­tra­le in Mün­chen ver­ste­hen vie­le die Welt nicht mehr. Die gan­ze Te­le­kom­in­dus­trie ist im Um­bruch, die Deut­sche Te­le­kom und Vo­da­fo­ne ste­cken Mil­li­ar­den in mo­der­ne Net­ze und die Ge­schäf­te der Zu­kunft. Nur der ei­ge­ne La­den in­ves­tiert al­len­falls das Nö­tigs­te; die Deutsch­land-Toch­ter des spa­ni­schen Te­le­kom­rie­sen Te­le­fó­ni­ca wird äu­ßerst knapp ge­hal­ten. Schon ist von Ka­putt­spa­ren die Rede.

Auf ei­ner Be­triebs­ver­samm­lung Mit­te Mai sei die Stim­mung be­son­ders an­ge­spannt ge­we­sen, be­rich­ten Teil­neh­mer. Der Vor­stands­vor­sit­zen­de Mar­kus Haas (47), der sei­nen ma­dri­le­ni­schen Bos­sen je­des Jahr eine hö­he­re Di­vi­den­de ab­drü­cken muss, sei da kei­ne Aus­nah­me ge­we­sen.

Ein paar Tage spä­ter schon kün­dig­te der Vor­stand via E-Mail den nächs­ten Schlag an: Die Stand­or­te in Han­no­ver, Frank­furt und Köln wer­den ge­schlos­sen. Rund 250 Mit­ar­bei­ter vor al­lem aus der Netz­spar­te müs­sen um­zie­hen, pen­deln – oder ge­hen, das „Bes­te Grü­ße, Euer Vor­stands­team“ hei­ter­te wohl auch nie­man­den auf. Te­le­fó­ni­ca teilt auf An­fra­ge mit, je­den be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­ter hal­ten zu wol­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.