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Reales Ende

METRO Olaf Koch pokert hoch beim Verkauf seiner Supermärkte – auch zu seinen Gunsten.

BLEIBT NOCH EIN WE­NIG 24,9 Pro­zent an Real be­hält Olaf Koch mit Me­tro

Car­ta­gena ist eine ma­le­ri­sche Ha­fen­stadt in Ko­lum­bi­en, ge­le­gen an der Ka­ri­bik­küs­te, mit Ko­lo­ni­al­bau­ten und wei­ßen Strän­den – und für Me­tro-Chef Olaf Koch (48) eine Ver­hei­ßung, ge­ra­de­zu das Pa­ra­dies: Un­ter dem Pro­jekt­na­men „Car­ta­gena“ ver­sucht er sei­ne Su­per­markt­ket­te Real zu ver­kau­fen. Da­mit hät­te der Mann sei­nen Kon­zern­um­bau ab­ge­schlos­sen – vom Han­dels­kon­glo­me­rat mit Mar­ken wie Me­dia Markt Sa­turn und Kauf­hof blie­be nur noch der Groß­han­del. Auch den schrumpft Koch; die Me­tro will sich auf die Be­lie­fe­rung von Gas­tro­no­men kon­zen­trie­ren.

Scha­de nur – vor al­lem für die Ak­tio­nä­re –, dass Kochs em­si­ges Scha­chern zu spek­ta­ku­lä­ren Wert­ver­lus­ten führt: Rund zwei Mil­li­ar­den Euro hat sein Wir­ken bis­her ge­kos­tet. Koch be­tont gern, dass er sich nicht für ei­nen Fi­nan­zer hält, son­dern eher für ei­nen di­gi­tal ver­sier­ten Han­dels­un­ter­neh­mer. Für den ers­ten Teil sei­ner The­se hat er den Be­weis ein­drucks­voll er­bracht.

Auch der ak­tu­el­le Real-Ver­kauf lässt sich holp­rig an. Statt im Mai wie an­ge­kün­digt Voll­zug zu mel­den, muss­te der Me­tro-Chef 385 Mil­lio­nen Euro auf die Ket­te ab­schrei­ben. Und hat sich selbst in eine Zwangs­la­ge ge­bracht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.