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ALLIANZ Nach dem Skandal in Australien verschiebt CEO Bäte seinen Compliance-Chef.

FLE­XI­BEL Com­p­li­an­ce-Chef Lös­ler stieß 2009 von der Deut­schen Bank zur Al­li­anz

Tho­mas Lös­ler (46) ge­hört seit Jah­ren zu den wich­tigs­ten Mit­ar­bei­tern von Al­li­anz-Chef Oli­ver Bäte (54). Schon als der Com­p­li­an­ce-Chef 2009 von der Deut­schen Bank kam, be­rich­te­te er an Bäte, da­mals Fi­nanz­vor­stand. Spä­ter hielt er dem CEO in kniff­li­gen Si­tua­tio­nen den Rü­cken frei. Der wie­der­um be­tont gern die Be­deu­tung der Ethik für den Ver­si­che­rungs­kon­zern.

Selbst als in Lös­lers Be­reich ei­ni­ges da­ne­ben­ging, stand Bäte zu dem Ver­trau­ten. In Aus­tra­li­en etwa ver­sprach die Al­li­anz Kun­den bei Rei­se­ver­si­che­run­gen im In­ter­net ir­re­füh­ren­der­wei­se eine welt­weit un­be­grenz­te me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Nach Be­kannt­wer­den des Feh­lers 2016 dau­er­te es gut zwei Jah­re, bis der Ver­si­che­rer die Wer­bung kor­ri­gier­te. Die Be­hör­den er­mit­teln bis heu­te.

In zwei von der Al­li­anz be­auf­trag­ten Gut­ach­ten wur­de die Ef­fek­ti­vi­tät des von Lös­ler ver­ant­wor­te­ten Ri­si­ko­ma­nage­ment­sys­tems „nur teil­wei­se als ge­ge­ben an­ge­se­hen“, ge­stand kürz­lich Vor­stand Axel Theis (61). Kern der Kri­tik sei „die nicht an­ge­mes­se­ne per­so­nel­le Aus­stat­tung der Kon­troll­funk­ti­on“. Die Fi­nanz­auf­sicht Ba­Fin kri­ti­sier­te schon vor über ei­nem Jahr, dass Lös­ler und sei­ne Leu­te zwar kon­zern­wei­te Richt­li­ni­en für Com­p­li­an­ce er­stell­ten; sie prüf­ten aber kaum, ob die ope­ra­ti­ven Töch­ter die­se um­setz­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.