DIE ÖKONOMIE DER ...

Systemfrage

Die Wirtschaft wird schon jetzt demokratisch gelenkt – Joseph Schumpeter wusste, dass es so kommen würde.  
Von Christian Schütte

Es wer­de „nicht mehr sys­te­misch dis­ku­tiert“, klagt der Juso-Chef Ke­vin Küh­nert. Sei­nen jüngs­ten Vor­stoß zur „Über­win­dung des Ka­pi­ta­lis­mus“ ha­ben vie­le be­geis­tert auf­ge­grif­fen. Der Re­bell tref­fe ei­nen Nerv, lau­tet der Me­di­en­te­nor.

Öko­no­misch ge­hen die Küh­nert-The­sen frei­lich weit da­ne­ben: Die de­mo­kra­tisch ge­lenk­te Wirt­schaft, die der Juso-Chef for­dert, ist ja in Wahr­heit längst Rea­li­tät. Dass die Po­li­tik da­mit nicht das macht, was der Jung­so­zia­list gern hät­te, ist kei­ne Fra­ge des Sys­tems. Es liegt ein­fach dar­an, dass er nicht die Mehr­heit hat.

Den un­ge­bän­dig­ten Ka­pi­ta­lis­mus, den Karl Marx einst an­griff, gibt es in Eu­ro­pa schon lan­ge nicht mehr: Staats­aus­ga­ben er­rei­chen rund die Hälf­te des Brut­to­in­lands­pro­dukts, Ei­gen­tums­rech­te und Ver­trags­frei­heit sind ein­ge­schränkt. Dass ein sol­cher Wan­del auch in der Wirt­schafts­lo­gik selbst an­ge­legt ist, ha­ben man­che schon vor Jahr­zehn­ten pro­phe­zeit.

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