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CASH UND MARRAKESCH

DIETRICH BECKER Die Bosse der Deutschland AG vertrauen Perella Weinbergs Europa-Chef. Mit einem Börsengang will einer der letzten großen Investmentbanker des Kontinents sein Lebenswerk krönen.

BAN­KING IN COOL Sei­ne Kun­den schät­zen an Diet­rich Be­cker, dass er nie die Ner­ven ver­liert

Es war Mit­te der 90er, kurz nach der Brand­ka­ta­stro­phe, als der Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen die Pas­sa­gie­re vor­über­ge­hend in pro­vi­so­ri­schen Hal­len ab­fer­tig­te. In ei­nem der Zel­te war­te­te Diet­rich Be­cker nach ei­nem Be­such bei Krupp in Es­sen ge­mein­sam mit sei­nen Kol­le­gen von der Deut­schen Bank. Da schob sich ein hoch­ge­wach­se­ner Ame­ri­ka­ner mit Hut durch die Men­ge.

Be­cker er­kann­te die Wall-Street-Grö­ße Joe Pe­rel­la (77), ge­ra­de eben erst zum Che­fin­vest­ment­ban­ker des Fi­nanz­gi­gan­ten Mor­gan Stan­ley auf­ge­stie­gen. Ohne Zö­gern stürm­te der da­mals 33-Jäh­ri­ge hin. „Ich sehe, Sie sind Joe Pe­rel­la. Ich bin Diet­rich Be­cker.“ Spä­ter fand man sich im Flug­zeug als Sitz­nach­barn wie­der. We­ni­ge Jah­re da­nach ar­bei­te­te der Deut­sche für Pe­rel­la, erst bei Mor­gan Stan­ley, 2006 dann grün­de­te er zu­sam­men mit dem Star­ban­ker die Be­ra­tungs­bou­tique Pe­rel­la Wein­berg.

Ty­pisch Be­cker. Wenn er ein­mal an­ge­dockt hat, dann lässt er nicht mehr los. So hat es der schma­le, in­zwi­schen 56 Jah­re alte Mann mit dem of­fe­nen und in­ter­es­sier­ten Blick zu ei­nem der ein­fluss­reichs­ten In­vest­ment­ban­ker des Kon­ti­nents ge­bracht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.