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SPORT IST MANCHMAL MORD

REEBOK Mit seiner Zweitmarke wurde Adidas nie glücklich. Die Zeichen stehen auf Verkauf – trotz eines rührigen Chefs in Boston.

SCHRIL­LER LONG­S­EL­LER Ohne Snea­k­er­klas­si­ker wie den „In­sta­pump Fury“ von 1994 wäre Ree­bok kaum zu ret­ten

Wer er­fah­ren möch­te, wie der Welt­kon­zern Adi­das mit sei­ner Mar­ke Ree­bok um­geht, soll­te in Her­zo­ge­nau­rach shop­pen ge­hen, dem Hei­mat­ort der drei Strei­fen. Von Nürn­berg die A3 hoch, hin­ter der Aus­fahrt ge­ra­de­aus, dann rechts in den Olym­pia­ring. Da thront, rund und rie­sig, das Adi­das Out­let Cen­ter.

Gleich ge­gen­über kau­ert ein fla­cher Blech­kas­ten. Über dem Ein­gang: das Adi­das-Logo. Links da­von fin­det sich auch der rote Schrift­zug von Ree­bok, halb ver­deckt von ei­nem frisch er­grün­ten Baum. Im­mer­hin gib­t's drin­nen tat­säch­lich Sport­sa­chen von Ree­bok zu kau­fen, ne­ben vie­len, vie­len von Adi­das.

Ree­bok war ein­mal der dritt­größ­te Sport­ar­tik­ler welt­weit – hin­ter Nike und Adi­das. 2006 kauf­te der da­ma­li­ge Adi­das-Chef Her­bert Hai­ner (64) die Mar­ke für 3,1 Mil­li­ar­den Euro. Seit­her er­in­nert sie an ein al­tern­des Ta­lent, das sich stän­dig auf­wärmt, es aber nie aufs Fuß­ball­feld schafft. Der Deal war der größ­te Flop in Hai­ners 16 Jah­ren als Kon­zern­chef.

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