SPEZIAL MITTELSTAND

EIN PROSIT DER GESCHÄFTIGKEIT

BIERMARKT Jahr für Jahr trinken die Deutschen weniger von ihrem Traditionsgetränk. Krombacher wächst trotzdem rasant. Wie geht das?

ZU­CKER­WAS­SER Ge­gen den Wil­len der Alt­vor­de­ren setz­te Krom­ba­cher-Chef Bern­hard Scha­de­berg früh auf Er­fri­schungs­ge­trän­ke als Wachs­tums­feld

Ein Lil­let Ber­ry vor dem Es­sen? Bern­hard Scha­de­berg (53) wuss­te, dass er han­deln muss, als ihm ein Freund den Mix aus ei­nem fran­zö­si­schen Ape­ri­tif und ei­ner Bit­ter­li­mo­na­de an­bot. Drei­mal im Jahr trifft sich der Chef und Co-Eig­ner des Brau­kon­zerns Krom­ba­cher mit zwei Bun­des­wehr­freun­den, bei­de ar­bei­ten als Kö­che.

Für Scha­de­berg sind die bei­den sein per­sön­li­ches Trend­ba­ro­me­ter. Wenn sei­ne Freun­de Ge­trän­ke wie Gin To­nic oder eben Lil­let Ber­ry an­bie­ten, muss er sich schleu­nigst nach Neu­em um­se­hen, dann ist der Trend bald vor­bei.

Auch dank die­ser Art von Er­dung ist Scha­de­berg das Kunst­stück ge­lun­gen, sei­ne 200 Jah­re alte Bier­fir­ma im­mer wei­ter­wach­sen zu las­sen, wäh­rend Brau­er­kon­kur­ren­ten wie War­stei­ner, Vel­tins und Bit­bur­ger zu kämp­fen ha­ben (sie­he Gra­fik „Wohl be­kom­m's"). Beim Kö­nigs­pro­dukt Pils ist Krom­ba­cher seit 2002 Markt­füh­rer in Deutsch­land. Und als Li­zenz­neh­mer der bit­te­ren Li­mos der Mar­ke Schwep­pes ver­dient Scha­de­berg mit, wenn mal wie­der ein neu­es Misch­ge­tränk Kun­den­keh­len land­auf, land­ab ent­zückt.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.