MAGISCHES VIERECK

Regime voller Risiken

Der Zins hat als Instrument der Notenbanken praktisch ausgedient. Geldpolitik wird unberechenbarer – mit Gefahren gerade für die Euro-Zone.
Von Henrik Müller

Es sei Zeit, end­lich zur „Nor­ma­li­tät“ zu­rück­zu­keh­ren, sag­te Bun­des­bank-Prä­si­dent Jens Weid­mann kürz­lich. Die su­per­ex­pan­si­ve Geld­po­li­tik der No­ten­ban­ken müs­se ein Ende ha­ben, bes­ser frü­her als spä­ter. Nor­ma­li­tät? Die Zin­sen wer­den vor­erst ex­trem nied­rig blei­ben. Ein­zig die US-ame­ri­ka­ni­sche Fed hat sich ge­traut, sie ganz sach­te an­zu­he­ben. Jetzt über­prüft auch sie ihre Stra­te­gie – Aus­gang of­fen. Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) schiebt Zins­er­hö­hun­gen so­wie­so im­mer wei­ter hin­aus – ak­tu­el­ler Stand: min­des­tens bis Ende 2019.

Die neue Rea­li­tät sieht so aus: Die No­ten­ban­ken be­trei­ben Geld­po­li­tik nicht mehr wie frü­her über den zen­tra­len Preis der Fi­nanz­märk­te, den Zins, son­dern ver­stärkt über an­de­re In­stru­men­te. Und das bringt Pro­ble­me mit sich, ge­ra­de für die Euro-Zone.


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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.