GELDANLAGE FÜR KOPFMENSCHEN

Endlich allein

Novartis-Spin-off Alcon wächst langfristig mit Augenlaser und Kontaktlinsen.

Eine Of­fen­le­gung zu Be­ginn: Dem Schwei­zer Un­ter­neh­men Al­con habe ich per­sön­lich viel zu ver­dan­ken. Seit Ärzte mit der La­ser­tech­nik des Markt­füh­rers mei­ne Au­gen ope­rier­ten, ist mei­ne Bril­le pas­sé, und ich sehe wie­der mes­ser­scharf. Die ers­te der­ar­ti­ge Ope­ra­ti­on über­haupt fand Mit­te der 80er Jah­re im Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ber­lin statt. Heu­te wird jähr­lich al­lein in Deutsch­land eine sechs­stel­li­ge Zahl von Men­schen be­han­delt – oft mit Al­con-Ge­rä­ten.

Bis vor Kur­zem ge­hör­te der Me­di­zin­tech­ni­ker dem Schwei­zer Phar­ma­rie­sen No­var­tis. Der hat­te die Spar­te vor zehn Jah­ren für 40 Mil­li­ar­den Euro mit hoch­ge­tun­ten Ge­winn­mar­gen und da­her völ­lig über­teu­ert von Nest­lé ge­kauft. Lo­gi­sche Fol­ge: Die ho­hen Er­war­tun­gen er­füll­te die Au­gen­heil­toch­ter nie. Das Ma­nage­ment press­te die Spar­te aus und in­ves­tier­te zu we­nig. Al­con hat­te des­halb jah­re­lang mit In­no­va­tions-, Wachs­tums- und Er­trags­schwä­chen zu kämp­fen. Erst jüngst ge­lang die Trend­wen­de, Um­satz und Ge­winn zo­gen wie­der an. Da­mit war der Weg ge­eb­net für eine Ab­spal­tung. Le­dig­lich das Al­con-Me­di­ka­men­ten­port­fo­lio ver­blieb bei No­var­tis. Die Au­gen­chir­ur­gie so­wie Kon­takt­lin­sen und Kon­takt­lin­sen­pfle­ge ka­men im April an die Bör­se, wo Al­con di­rekt in den Schwei­zer Leit­in­dex SMI ein­stieg.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.