DIE ULTIMATIVE

Tapete

Die Londoner Künstlerin Sian Zeng inszeniert Räume mit handgemalten Tapeten.

DSCHUN­GEL­BUCH Na­tur­pan­ora­men in chi­ne­si­scher Tu­sche sind die Spe­zia­li­tät von Sian Zeng, hier „Cle­ma­tis Wall­pa­per“

Der Durch­bruch kam, als US-Schau­spie­le­rin Hil­ary Duff sechs Rol­len Ma­gnet­ta­pe­te für das Kin­der­zim­mer or­der­te. Den Pro­to­typ (Ma­gnet­kleis­ter un­ter der Ta­pe­te, auf der dann Sti­cker haf­ten) hat­te Sian Zeng (35)schon 2009 als Ab­schluss­ar­beit für die Cen­tral St. Mar­tins School in Lon­don ent­wi­ckelt. Mit Ma­gnet­sti­ckern von Di­no­sau­ri­ern, Mär­chen­fi­gu­ren oder was auch im­mer las­sen sich auf Ta­pe­ten Ge­schich­ten spie­len.

Ta­pe­ten, lan­ge ge­schmäht als Über­bleib­sel der Gel­sen­kir­che­ner-Ba­rock-Ära und In­be­griff der Spie­ßig­keit, er­le­ben in Zei­ten von Co­coo­n­ing und Hyg­ge-Hype ein Re­vi­val. Je opu­len­ter, des­to bes­ser.

Ge­nau Sian Zengs Ding: Ge­bo­ren ist sie in Chi­na, auf­ge­wach­sen in Un­garn, und nichts fas­zi­niert sie mehr als Ge­schich­ten und Er­zäh­lun­gen; Volks­mär­chen und Fa­beln aus ih­rer Kind­heit, Bal­lett­auf­füh­run­gen, Fil­me oder die Fo­to­gra­fie ei­nes Tim Wal­ker. Für ih­ren kos­mo­po­li­ti­schen Zei­chen­stil wur­de die Öko­no­min – die El­tern be­stan­den auf ei­ner „aka­de­mi­schen Aus­bil­dung“ – mehr­fach preis­ge­krönt (Elle De­co­ra­ti­on Young Ta­lent of the Year Award; Mai­son-et-Ob­jet-Les-Dé­cou­ver­tes-Preis). Ihr Meis­ter­stück: Wu­chern­de Na­tur- und Pflan­zen­pan­ora­men, hand­ge­zeich­net mit chi­ne­si­scher Tu­sche, wie die Ta­pe­te „Hua Trees“ – Hua be­deu­tet wört­lich über­setzt „pro­spe­rie­rend“ und be­zieht sich all­ge­mein auf das chi­ne­si­sche Volk.

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