ABENDS IM

„NoName“, Berlin

Handfest und exzellent: Ein Coach gibt einem Sternekoch eine Bewährungschance.

SCHRÄGE SA­CHE Mo­der­ne fran­zö­si­sche Kü­che, bes­te Na­tur­wei­ne aus Eu­ro­pa in No­bel­am­bi­en­te mit Street-Art-Kick

D er Gag ist schon ziem­lich durch, „No­Na­me“, und es macht dann auch tat­säch­lich mehr her: In der Ora­ni­en­bur­ger Stra­ße, nahe der Syn­ago­ge, sitzt man un­ter Stuck­de­cke mit Ju­gend­stil­lam­pen, kom­bi­niert mit hel­len, bo­den­lan­gen Gar­di­nen. Mit­ten­drin eine ver­täu­te Bon­da­ge-Frau, die Toi­let­ten gold­glän­zend mit Graf­fi­ti be­sprüht.

Be­sit­zer Joa­chim Köh­rich, Coach und Im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler, ge­hö­ren die Ge­wer­be­räu­me der Heck­mann-Höfe, das gibt schon mal Miet­si­cher­heit. Koch Da­vid Ki­kil­lus (37), zu­rück aus Shang­hai und Du­bai, kann sich hier nach der In­sol­venz sei­nes Ster­ne­lo­kals in Dort­mund 2016 neu be­wäh­ren: Aus­ter mit Sand­dorn, Kalbs­kopf mit Trüf­fel, Kai­ser­gra­nat mit Kür­bis, Cur­ry, ein Hauch In­di­en. Fast me­di­zi­nisch-kühl schmeckt Ka­mil­le-Es­tra­gon, ge­eist, raf­fi­niert.

Schon der Auf­takt, Wa­gyu-Rind, Im­pe­ri­al Ka­vi­ar, Wach­te­lei, zer­geht auf der Zun­ge: Der Stern kann kom­men. Auch für das Heu­milch­eis mit schwar­zem Trüf­fel, wei­ßer Scho­ko­la­de und gol­de­nem Löf­fel. Bald soll Ki­kil­lus auch im Ex-Knast in Lich­ter­fel­de ko­chen, den In­ves­tor Köh­rich um­baut. „No­Na­me“ ist nur der An­fang.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.