AUSFAHRT

Dick, aber nicht doof

Die vierte Generation des BMW X5 ist ein ausgereiftes SUV mit vielen schönen Details. Größtes Manko: Er ist sehr groß.

Wer heu­te sei­nen Mut zu­sam­men­nimmt und sich ein Pre­mi­um-SUV al­ter Schu­le zu­legt, hat in der Dis­kus­si­on mit öko­be­weg­ten Kin­dern bes­ser gleich ein gan­zes Bün­del le­bens­prak­ti­scher Ar­gu­men­te in der Hin­ter­hand: der gro­ße In­nen­raum, sou­ve­rä­ne Lang­stre­cken­qua­li­tä­ten, eine hohe An­hän­ge­last für den Pfer­de­trai­ler oder das Se­gel­boot, um­fas­sen­de Con­nec­tivi­ty und al­ler­lei leicht zu be­die­nen­de As­sis­tenz­sys­te­me. Der BMW X5 fährt auf wie frü­her der Ober im Re­stau­rant mit klas­si­scher fran­zö­si­scher Kü­che: schön zum Satt­wer­den. So gibt es jede Men­ge Fahr­mo­di, die As­sis­ten­ten für den Ge­län­de­be­trieb hal­ten den Ko­loss si­cher in der Spur, und die (ge­gen Auf­preis er­hält­li­che) Luft­fe­de­rung senkt den Wa­gen bei Be­darf ab, was das Be­la­den un­ge­mein er­leich­tert.

Im Di­gi­ta­len zeigt der X5 je­doch auch Schwä­chen. So re­du­ziert zum Bei­spiel der Tem­po­mat häu­fig die Ge­schwin­dig­keit, weil in sei­nem Da­ten­spei­cher ein Li­mit ein­ge­tra­gen ist, für das es an der Stre­cke je­doch kei­ne Be­schil­de­rung gibt. In die­sen Fäl­len bremst der X5 dras­tisch etwa vom ein­ge­stell­ten Au­to­bahn­tem­po 160 auf 70 Stun­den­ki­lo­me­ter. Gut wenn der Hin­ter­mann dann den Si­cher­heits­ab­stand ein­ge­hal­ten hat. Um­ge­kehrt über­sieht die Bord­ka­me­ra oft va­ria­ble Tem­po­li­mits, die di­gi­tal auf Au­to­bahn­brü­cken an­ge­zeigt wer­den.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.