WAS MACHT EIGENTLICH ...

Michael Kölmel?

Der krachend gescheiterte New-Economy-Star betreibt mit Filmrechten und dem RB Leipzig wieder blühende Geschäfte.

Mit Auf- und Ab­stie­gen kennt sich Mi­cha­el Köl­mel (65) aus. 2001 stürz­te sein am Neu­en Markt no­tier­ter Film­ver­leih Ki­no­welt in den Kon­kurs – mit rund 60 Töch­tern und ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Euro Schul­den. Ein Jahr spä­ter zer­barst dem Mann mit der sanf­ten Stim­me auch noch sei­ne Sport­welt-Be­tei­li­gungs­fir­ma – und er selbst ist amt­lich vor­be­straft: We­gen Un­treue und vor­sätz­li­cher In­sol­venz­ver­schlep­pung wur­de er zu ei­ner Be­wäh­rungs­stra­fe von 22 Mo­na­ten und zur Zah­lung von 326.000 Euro ver­ur­teilt.

Köl­mel be­gann so­gleich die Ar­beit am Wie­der­auf­stieg. Ge­mein­sam mit Bru­der Rai­ner (71) or­ga­ni­sier­te er Kre­di­te, kauf­te die Film­bi­blio­thek der al­ten Ki­no­welt und bau­te in Leip­zig, wo er in ei­ner Grün­der­zeit­vil­la re­si­diert, eine neue Ki­no­welt auf. 2008 über­nahm der Me­di­en­kon­zern Vi­ven­di das ge­winn­träch­ti­ge Un­ter­neh­men für rund 50 Mil­lio­nen Euro.

Mitt­ler­wei­le hat der Ma­the­ma­ti­ker und pro­mo­vier­te Volks­wirt ei­nen drit­ten An­lauf ge­wagt. Welt­ki­no heißt der An­bie­ter von Pro­gramm­fil­men, der Köl­mel zur Hälf­te ge­hört. Zu­dem be­sitzt er eine klei­ne Pro­duk­ti­ons­fir­ma, die ein bis zwei Fil­me pro Jahr dreht. „Ich habe mein Hob­by zum Be­ruf ge­macht“, sagt der Ci­ne­ast. Liegt ihm et­was am Her­zen, greift Köl­mel zu, selbst wenn es wirt­schaft­lich wa­cke­lig ist. So er­warb er die in­sol­ven­te Ver­lags­grup­pe See­mann Hen­schel und die 70er-Jah­re-Le­gen­de Zwei­tau­send­eins ("die be­wegt sich an der Null­li­nie").

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2019.