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Der letzte Schuss

DEUTSCHE BANK Vorstandschef Sewing hat freie Hand für den großen Umbau. Das Investmentbanking könnte er in der Not selbst übernehmen.

LAST MAN Vor­stands­chef Chris­ti­an Sewing vor dem gro­ßen Auf­räu­men

Es gibt eine Stär­kePaul Ach­leit­ners (62), die selbst sei­ne größ­ten Kri­ti­ker nicht be­strei­ten: Der Ober­kon­trol­leur der Deut­schen Bank ist rhe­to­risch so be­weg­lich, dass er sich selbst aus ex­tre­men Druck­si­tua­tio­nen her­aus­tex­ten kann. Ende April ha­ben ihn die­se Fä­hig­kei­ten im Stich ge­las­sen.

Ach­leit­ner sag­te der „Fi­nan­ci­al Times“, dass er von ei­nem grund­sätz­li­chen Um­bau des In­vest­ment­ban­kings nichts hal­te – der Spar­te, die mit ei­ner Rei­he un­pro­fi­ta­bler Ge­schäf­te den Nie­der­gang der Bank be­schleu­nigt. Der in­ter­ne Fu­ror war so ge­wal­tig, dass Ach­leit­ner den Rück­zug an­trat, do­ku­men­tiert auf der Haupt­ver­samm­lung rund drei Wo­chen spä­ter: „Wir müs­sen noch schnel­ler und ra­di­ka­ler um­bau­en.“

Für den Öster­rei­cher naht da­mit das Ende ei­nes lan­gen Er­kennt­nis­pro­zes­ses – und das Ein­ge­ständ­nis des ei­ge­nen Schei­terns. Ach­leit­ner hat­te sein Amt 2012 mit dem An­spruch an­ge­tre­ten, das Haus un­ter den welt­bes­ten In­vest­ment­ban­ken zu eta­blie­ren. In we­ni­gen Wo­chen wird die­ser An­spruch, den Ach­leit­ner mit sämt­li­chen Bank­gran­den der Neu­zeit von Al­fred Herr­hau­sen bis An­s­hu Jain (56) teilt, wohl Ge­schich­te sein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.