NAMEN UND NACHRICHTEN

Märchen­er­zähler

BILFINGER Die Compliance-Abteilung löst sich auf, während eine Korruptionsaffäre schwelt.

OH MANN! Bil­fin­ger-Auf­sichts­rat Eck­hard Cor­des  ...

Schon vor Sil­ves­ter 2018 knall­ten in Mann­heim die Kor­ken. Das US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um hat­te dem Bau­di­enst­leis­ter Bil­fin­ger und des­sen Chef Tom Bla­des (62) die Re­so­zia­li­sie­rung be­schei­nigt. Als An­fang Juni auch das zu­stän­di­ge US-Ge­richt das Ver­fah­ren ge­gen Bil­fin­ger zu den Ak­ten leg­te, schien ein lan­ges Kor­rup­ti­ons­ka­pi­tel be­en­det.

Tat­säch­lich ist der Mann­hei­mer Kon­zern wohl nicht so sau­ber, wie es der Frei­spruch er­war­ten lässt. Da­für spricht vor al­lem die Fort­set­zung ei­ner Skan­dal­ge­schich­te, die als „Mär­chen aus Mas­kat“ ("Süd­deut­sche Zei­tung") Schlag­zei­len mach­te. Es geht da­bei um ein Bil­fin­ger-Joint-Ven­ture im Oman (Te­bo­din & Part­ner LLC) und um des­sen we­gen Be­ste­chung ver­ur­teil­ten Ex-Ge­schäfts­füh­rer Salim Al Kin­dy (57), von dem sich der Bil­fin­ger-Vor­stand sehr spät trenn­te.

Die Ge­schich­te be­ginnt 2011. Te­bo­din & Part­ner be­kam von der staat­li­chen Ge­sell­schaft Pe­tro­le­um De­ve­lop­ment Oman (PDO) ei­nen lu­kra­ti­ven Auf­trag zur War­tung ei­nes gro­ßen Ölfelds. Schon 2014 be­fand der Pri­ma­ry Court of Mu­s­cat Ge­schäfts­füh­rer Al Kin­dy für schul­dig, er habe ei­nem PDO-In­ge­nieur ins­ge­samt 50.000 Rial (115.000 Euro) ge­zahlt; un­ter an­de­rem für eine Auf­trags­er­wei­te­rung. Die zwei­jäh­ri­ge Haft­stra­fe wur­de in der zwei­ten In­stanz ver­kürzt; 2016 ging Al Kin­dy für ei­ni­ge Mo­na­te in Haft. Die Bil­fin­ger-Zen­tra­le re­agier­te nicht. Al Kin­dy blieb bis Ok­to­ber 2016 Ge­schäfts­füh­rer.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.