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OETKER Eine radikale Lösung des Dauerstreits ist in Sicht: die Zerschlagung des Konzerns.

Dage­gen! Wie­der da­ge­gen!Al­fred Oet­ker (51) blieb sich treu, als es beim Misch­kon­zern Oet­ker jüngst dar­um ging, ei­nen neu­en Vor­sit­zen­den des Bei­rats zu wäh­len. Den Kan­di­da­ten Ru­dolf Lou­is Schwei­zer (51) – ein En­kel des le­gen­dä­ren Pa­tri­ar­chen Ru­dolf Au­gust Oet­ker – lehn­te Al­fred ab. Ers­tens kam der Vor­schlag von sei­nem ver­hass­ten Halb­bru­der Au­gust Oet­ker (75), dem schei­den­den Bei­rats­chef. Und zwei­tens wäre Al­fred wohl lie­ber selbst Pri­mus des Bei­rats ge­wor­den und nicht nur des­sen Vize ge­blie­ben.

Der Kan­di­dat kam trotz­dem durch. Al­freds Auf­be­geh­ren blieb ver­ge­bens – wie­der mal. Seit mehr als zehn Jah­ren kämpft er um die maß­geb­li­che Rol­le im Un­ter­neh­men, die ihm sein Va­ter ver­spro­chen hat­te. Doch im­mer wie­der prallt er an ei­ner Front miss­güns­ti­ger Ver­wand­ter ab. Der Fa­mi­li­en­zwist wird ver­erbt, Frie­den ist prak­tisch aus­ge­schlos­sen.

In Bei­rats­krei­sen reift dar­um eine In­itia­ti­ve, die Feh­de auf ra­di­ka­le Wei­se zu be­en­den: Der Kon­zern soll auf­ge­spal­ten und an die ein­zel­nen Stäm­me ver­teilt wer­den. „Wir zer­schla­gen den gor­di­schen Kno­ten“, um­reißt ein Bei­rats­mit­glied das an­ge­dach­te Ma­nö­ver. Die op­po­si­tio­nel­len Oet­kers, ne­ben Al­fred sei­ne Ge­schwis­ter Carl Fer­di­nand (46) und Ju­lia (40), er­hiel­ten rech­ne­risch 37,5 Pro­zent der Un­ter­neh­mens­tei­le – und end­lich wäre Ruhe.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.