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Neue Heimat

ROCKET INTERNET Oliver Samwer will seine Internetholding von der Börse nehmen.

VERDÄCH­TIG BE­SCHEI­DEN Ro­cket-In­ter­net-Chef Oli­ver Sam­wer

Beim Bör­sen­gang von Ro­cket In­ter­net ließ es Oli­ver Sam­wer (46) kra­chen. Sei­ne zur „In­ter­net­platt­form“ hoch­ge­tun­te Hol­ding soll­te, na klar, „das Ali­ba­ba für die Welt au­ßer­halb der USA und Chi­nas wer­den“, ei­nes der „welt­weit größ­ten In­ter­net­un­ter­neh­men“. Die Be­wer­tung trieb er so auf fast neun Mil­li­ar­den Euro.

In­zwi­schen hat sich der Bör­sen­wert mehr als hal­biert. Und Sam­wer? Hält sich auf­fäl­lig zu­rück. Die Be­wer­tung der Port­fo­li­o­fir­men, frü­her Mit­tel der Wahl, um den Kurs zu trei­ben? Plötz­lich „eine ganz schwie­ri­ge The­ma­tik“, ja so­gar „ein Blick in die Glas­ku­gel“, wert­phi­lo­so­phier­te Sam­wer An­fang Juni auf der Ro­cket-Haupt­ver­samm­lung. Die rund 200 nicht bör­sen­no­tier­ten Ro­cket-Fir­men stün­den mit un­ge­fähr 1,2 Mil­li­ar­den Euro in den Bü­chern. Aber die Be­tei­li­gun­gen könn­ten auch „deut­lich we­ni­ger wert“ sein. Es sei nicht ein­mal si­cher, ob Ro­cket über­haupt die rund 400 Mil­lio­nen Euro wie­der­be­kommt, die in die Fir­men ge­flos­sen sind. „Es kann sein, dass es nur 200 Mil­lio­nen wer­den.“

Das mag al­les rich­tig sein, Vor­sicht ge­hört zu den Tu­gen­den des ehr­ba­ren Kauf­manns. In Oli­ver Sam­wers Um­feld je­doch wird die neue Be­schei­den­heit an­ders in­ter­pre­tiert. Sam­wer wol­le das Ve­hi­kel von der Bör­se neh­men und ver­mei­de der­zeit al­les, was das Ma­nö­ver teu­rer ma­chen könn­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.