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Abstieg vom Autogipfel

AUTOINDUSTRIE Verbandschef Bernhard Mattes verliert das Vertrauen der Bosse.

AN­GEZÄHLT VDA-Prä­si­dent Bern­hard Mat­tes muss nach­ar­bei­ten

Schon der ers­te Ar­beits­tag als Prä­si­dent des re­spek­ta­blen Ver­bands der Au­to­mo­bil­in­dus­trie (VDA) ge­riet Bern­hard Mat­tes (62) zum Fi­as­ko. Bis heu­te er­in­nert sich ei­ner der Gran­den der Bran­che dar­an, wie Mat­tes in May­brit Ill­ners (54) Talk­show im ZDF un­ter­ging. „Erst ver­lor er das Re­de­du­ell mit Um­welt­hil­fe-Chef Jür­gen Resch, und ir­gend­wann ver­stumm­te er fast.“ Bes­ser wäre es ge­we­sen, Mat­tes hät­te sich erst sach­kun­dig ge­macht, so der Mann wei­ter.

Nun führt Mat­tes den Ver­band seit gut ei­nem Jahr, und die Zwei­fel an ihm sind noch ge­wach­sen. Vie­le in der Bran­che hal­ten ihn für eine Fehl­be­set­zung: Mat­tes habe zu we­nig Ein­fluss in Ber­lin, sei nicht elo­quent ge­nug für Kanz­ler­amt und Me­di­en, brin­ge Au­to­her­stel­ler und Zu­lie­fe­rer zu sel­ten auf eine ge­mein­sa­me Li­nie. Noch wer­de nicht nach ei­nem Nach­fol­ger ge­sucht, sagt ein Top­mann ei­nes der gro­ßen Kon­zer­ne. „Aber es gibt Über­le­gun­gen, ob man ei­nen an­de­ren braucht – und wer das sein könn­te.“ Ihm per­sön­lich sei sol­che Kri­tik nicht an­ge­tra­gen wor­den, sag­te Mat­tes dem ma­na­ger ma­ga­zin. Er sei aber im­mer of­fen für Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge.

Mat­tes' Vor­gän­ger Mat­thi­as Wiss­mann (70; CDU) spiel­te in Ber­lin eine star­ke Rol­le, der Ex-Mi­nis­ter hat­te Zu­gang zu Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (64; CDU). Mat­tes da­ge­gen kam als po­li­ti­scher Neu­ling. Spä­tes­tens seit ei­nem Streit zwi­schen Volks­wa­gen und BMW im Früh­jahr gilt der frü­he­re Ford-Deutsch­land-Chef als an­ge­schla­gen. Es ging un­ter an­de­rem dar­um, wer den da­ma­li­gen Daim­ler-Chef Die­ter Zet­sche (66) als Vi­ze­prä­si­dent des VDA ab­lö­sen soll­te. Volks­wa­gen war an der Rei­he, nor­ma­ler­wei­se ge­hört das Amt dem Kon­zern­chef: Her­bert Diess (60).

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