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Stromausfall

UNIPER Im Dauerzoff mit Fortum scheiden weitere Vorstände aus, sie fallen weich.

GROSS­AK­TI­ONÄR For­tum-CEO Lund­mark brüs­kiert die Uni­per-Füh­rung

Weiß der Mann, wor­auf er sich ein­ge­las­sen hat? Nun ja, An­dre­as Schie­ren­beck (53), seit Juni neu­er Chef des stur­mum­tos­ten Strom­pro­du­zen­ten Uni­per, war zu­vor Top­ma­na­ger bei Thys­sen­Krupp, kann mit­hin so man­chen Tief­schlag weg­ste­cken. Doch nun ist er in ei­nen Kon­flikt hin­ein­ge­ra­ten, der kein Ende zu neh­men scheint.

Auf­sichts­rat und Ge­werk­schaf­ten ha­ben sich mit dem fin­ni­schen Groß­ak­tio­när For­tum ver­kracht, der ge­sam­te frü­he­re Vor­stand ist ab­gän­gig oder hat sei­nen Ab­schied an­ge­kün­digt. Schie­ren­beck kann vor­erst nur noch auf Fi­nanz­vor­stand Sa­scha Bi­bert (44) zäh­len, ein Ex-Eon-Ma­na­ger aus der zwei­ten Rei­he, eben­falls frisch ver­pflich­tet.

Es ist eine Ge­schich­te, in der nie­mand nach­gibt – und in der Uni­per am Ende den Scha­den hat. Der Zoff währt, seit der Staats­kon­zern For­tum Mit­te ver­gan­ge­nen Jah­res von Eon ein Uni­per-Ak­ti­en­pa­ket er­wor­ben hat. Uni- per pocht auf Un­ab­hän­gig­keit, die Fin­nen wür­den gern die Mehr­heit über­neh­men. Das ver­weh­ren ih­nen – ku­ri­os ge­nug – rus­si­sche Be­hör­den. Uni­per ge­hört dort eine An­la­ge zur Trink­was­ser­auf­be­rei­tung, die Russ­land als so wich­tig er­ach­tet, dass sie nicht in die Hän­de ei­ner frem­den Staats­macht ge­ra­ten darf. For­t­ums Chef Pek­ka Lund­mark (56) glaubt, der Uni­per-Vor­stand habe auf die­se Blo­cka­de ziel­si­cher hin­ge­ar­bei­tet.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.