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Little Shop of Horrors

HOME24 Der Möbelhändler zeigt, mit welch dubiosen Methoden Digitalfirmen an die Börse gepeitscht werden. Den Großschaden haben die Aktionäre.

LUFT­NUM­MER Marc Ap­pel­hoff, CEO des Mö­bel­händ­lers Ho­me24, sug­ge­rier­te beim Bör­sen­gang, sein Ge­schäft sei da­bei ab­zu­he­ben. In Wirk­lich­keit schmier­te es schon ab.

Am 15. Juni 2018 lie­fert Marc Ap­pel­hoff (40) noch ein­mal eine so­li­de In­sze­nie­rung ab. Ge­mein­sam mit sei­nem Team ist er mit dem ICE von Ber­lin nach Frank­furt ge­fah­ren, um den Bör­sen­gang von Ho­me24 ein­zu­läu­ten. Der On­line­mö­bel­shop, des­sen Vor­stands­chef er ist, er­scheint da als di­gi­ta­le Zu­kunfts­chan­ce, ver­lust­reich noch, aber mit viel Po­ten­zi­al. Ty­pisch für Oli­ver Sam­wers (46) Ro­cket In­ter­net, das Ho­me24 ge­mein­sam mit dem schwe­di­schen In­ves­tor Kin­ne­vik über die Jah­re päp­pel­te.

Ap­pel­hoff steht vor der Bör­se und po­siert für die Fo­to­gra­fen. Er reckt die lin­ke Hand in Sie­ger­po­se nach oben. Drin­nen ha­ben sei­ne Leu­te das Par­kett in eine Mö­bel­aus­stel­lung ver­wan­delt: oliv­grü­nes Sofa, beige­far­be­ner Le­der­ses­sel, glä­ser­ner Bei­stell­tisch.

Als der Erst­kurs ver­kün­det wird, ju­beln die Ber­li­ner. Mit 28,50 Euro liegt er mehr als 20 Pro­zent über dem Aus­ga­be­preis. Ap­pel­hoff und sein Stu­di­en­freund Chris­toph Cor­des (39), im Ho­me24-Vor­stand fürs Ope­ra­ti­ve ver­ant­wort­lich, stre­cken die Bör­sen­glo­cke in die Höhe und läu­ten. „Woohoo!“, ruft Ap­pel­hoff.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.