UNTERNEHMEN

GEFANGEN IN EUROPA

PSA Carlos Tavares sanierte im Rekordtempo erst Peugeot und Citroën, dann Opel. Auf der Suche nach neuen Übernahmezielen kommt ihm jetzt ausgerechnet der Rivale Renault in die Quere.

KLEI­NE MÜNZE PSA-Chef Car­los Ta­va­res kauf­te für 1,3 Mil­li­ar­den Euro Opel – Audi oder Daim­ler ent­wi­ckeln da­für ein neu­es Auto. Die Pen­si­ons­las­ten blie­ben bei GM.

Car­los Ta­va­res (60) sitzt auf ei­nem Po­di­um in der Un­ter­neh­mens­zen­tra­le im fran­zö­si­schen Rueil-Mal­mai­son, 14 Ki­lo­me­ter west­lich des Pa­ri­ser Zen­trums, und spielt mit sei­nem Ehe­ring. Es ist Don­ners­tag, der 25. April, der fran­zö­si­sche Au­to­kon­zern PSA hat die Ak­tio­nä­re zur Haupt­ver­samm­lung ein­ge­la­den. Über Flach­bild­schir­me hu­schen Bot­schaf­ten für die Zu­kunft: „Be­reit für neue Her­aus­for­de­run­gen“ oder „neue Markt­ein­trit­te“, der Saal ist in kräf­ti­ges blau­es Licht ge­taucht. Bei PSA scheint al­les in Be­we­gung, nicht nur Ta­va­res' Hän­de.

Der PSA-Chef hat sich mal wie­der selbst über­trof­fen. Noch vor drei Jah­ren vi­sier­te er eine ope­ra­ti­ve Mar­ge von 4 Pro­zent für 2018 an, drei Jah­re spä­ter soll­ten es 6 Pro­zent sein. Doch schon heu­te zählt PSA mit ei­ner Ren­di­te von 7,7 Pro­zent zu den pro­fi­ta­bels­ten Au­to­her­stel­lern der Welt. Es ist eine Stei­ge­rung zum fünf­ten Mal in Fol­ge. Selbst Opel, von Ta­va­res 2017 über­nom­men und vie­le, vie­le Jah­re abon­niert auf rote Zah­len, schreibt Ge­win­ne.

Ge­ra­de ein­mal fünf Jah­re ist es her, als Ta­va­res vom lo­ka­len Erz­feind Re­nault zu PSA wech­sel­te, da war der Kon­zern ein Sa­nie­rungs­fall. Vor­her hat­te Ta­va­res sich in ei­nem denk­wür­di­gen In­ter­view selbst als Chef ins Spiel ge­bracht. Er kön­ne sich auch vor­stel­len, die Num­mer eins zu sein, sag­te er der Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg. Ei­nen Ver­trag mit PSA hat­te er da noch nicht. „Ich bin das Ri­si­ko ein­ge­gan­gen.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.