ERN­TE­HEL­FER Staub­freie Luft für Land­ma­schi­nen bie­tet Fil­ter­welt­markt­füh­rer Mann+Hum­mel jetzt als neue Dienst­leis­tung an

TRENDS

DIE NETFLIX-INDUSTRIE

DIGITALISIERUNG Medien-Start-ups und Softwarehersteller haben damit ihre Branchen revolutioniert, nun wagen sich auch die ersten Traditionskonzerne vor: Sie verkaufen keine Produkte mehr – sondern Abos.

Sei­nen bes­ten Kun­den macht Ul­rich Her­mann (52) ein An­ge­bot, das sie schwer ab­leh­nen kön­nen. Zu­nächst klingt es ir­ri­tie­rend: Da ist ein Un­ter­neh­men, das seit mehr als 160 Jah­ren vom Ver­kauf teu­rer Ma­schi­nen lebt: Hei­del­ber­ger Druck­ma­schi­nen. Und dann ist da je­ner Her­mann, Vor­stand für Ver­trieb, Soft­ware und Ser­vices, der gar kei­ne Ma­schi­nen ver­kau­fen will.

„Wir ha­ben ein in un­se­rer Bran­che völ­lig neu­es Ge­schäfts­mo­dell für die di­gi­ta­le Welt ent­wi­ckelt“, sagt der pro­mo­vier­te Be­triebs­wirt. „Weg vom Pro­dukt- hin zum Nut­zen­den­ken.“

Statt im Schnitt 2,5 Mil­lio­nen Euro für eine Offset­an­la­ge zu ver­lan­gen, of­fe­riert der Chief Di­gi­tal Of­fi­cer Dru­cke­rei­en eine Flat­rate für eine fixe Men­ge be­druck­tes Pa­pier. Für 100.000 Euro im Mo­nat baut Hei­del­berg die Ma­schi­ne im Druck­saal der Kun­den auf, war­tet und steu­ert sie mit Big Data. Pa­pier, Far­ben und La­cke sind in­klu­si­ve, ge­nau­so Wasch­mit­tel und Gum­mi­tü­cher zum Rei­ni­gen der Druck­plat­ten. Pro­du­ziert der Kun­de mehr als die bei­spiels­wei­se ver­ein­bar­ten 30 Mil­lio­nen Bö­gen jähr­lich, bucht er zu. „Das Sub­skrip­ti­ons­mo­dell ver­än­dert un­ser gan­zes Un­ter­neh­men“, sagt Her­mann.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2019.