DRAHTZIEHER

Christian Sewings Chefsanierer

DEUTSCHE BANK Alexander von zur Mühlen verschrieb dem Geldinstitut die Radikalkur.

ALEX­AN­DER VON ZUR MÜHLEN Mit ei­nem Pos­ten ganz oben ist es bis­her noch nichts ge­wor­den

Sei­nen Ein­be­ru­fungs­be­fehl er­hält Alex­an­der von zur Müh­len (43) noch im April 2018, und Chris­ti­an Sewing (49) über­mit­telt ihn höchst­selbst. Der neue Chef der Deut­schen Bank bit­tet den In­vest­ment­ban­ker in sein Büro und er­öff­net ihm, dass er ihn in sei­nem al­ler­engs­ten Zir­kel brau­che. Seit­her fir­miert von zur Müh­len als Stra­te­gie­chef, er ver­schwin­det aus der Öffent­lich­keit und hilft dem Mann, mit dem er be­reits nach Aus­bruch der Fi­nanz­kri­se eng zu­sam­men­ge­ar­bei­tet hat­te. Als „Call of Duty“ be­zeich­net von zur Müh­len die Of­fer­te.

15 Mo­na­te spä­ter, am 7. Juli 2019, ist D-Day. Der Bank­chef prä­sen­tiert die Ra­di­kal­kur für das Tra­di­ti­ons­haus. Es ist eine his­to­ri­sche Zä­sur. Ent­wor­fen hat den Sa­nie­rungs­plan füh­rend von zur Müh­len. Er hat Ein­bli­cke in Un­tie­fen der In­vest­ment­bank, die dem Ri­si­ko­ma­na­ger Sewing feh­len. In Tag- und Nacht­schich­ten hat von zur Müh­len die Bi­lanz durch­pflügt, nach Mög­lich­kei­ten ge­sucht, Ri­si­ken ab­zu­bau­en, Ka­pi­tal­be­darf zu sen­ken, ohne zu viel Ge­schäft zu ver­lie­ren. Ei­nes ist für ihn von An­fang an klar: Die In­vest­ment­bank muss schrump­fen, um zu über­le­ben.

Par­al­lel dazu hat er im Früh­jahr die Son­die­rungs­ge­sprä­che mit der Com­merz­bank über eine Fu­si­on ge­führt und zwi­schen­durch mit dem Schwei­zer Ri­va­len UBS über ein Zu­sam­men­le­gen der As­set-Ma­nage­ment-Ein­hei­ten bei­der Geld­häu­ser dis­ku­tiert – bis­her ohne Er­geb­nis.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.