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DEUTSCHE TELEKOM Im Aufsichtsrat keimt Groll gegen den dominanten US-Boss Legere.

ME, MYS­ELF AND I John Le­ge­re mit ju­beln­den Mit­ar­bei­tern

John Le­ge­re (61), Chef der Te­le­kom-Toch­ter T-Mo­bi­le US, hält sich für Fir­men­boss und Ar­bei­ter­füh­rer in ei­nem. Re­gel­mä­ßig stellt er Vi­de­os ins Netz, in de­nen er Call­cen­ter oder Shops be­sucht und von sei­nen Leu­ten wie ein Kö­nig um­ju­belt wird. Sei­ne Bot­schaft: Wozu braucht ihr Be­triebs­rä­te, wenn ihr mich habt?

Le­ge­re tut al­les, um sich ei­nen sei­ner größ­ten Wi­der­sa­cher vom Leib zu hal­ten: die Com­mu­ni­ca­ti­ons Workers of Ame­ri­ca (CWA). Bei den Markt­füh­rern AT&T und Ve­ri­zon ist die Ge­werk­schaft fest ver­wur­zelt. Le­ge­re hin­ge­gen re­det nicht mal mit ihr. „Es gibt kein Ver­hält­nis“, sagt CWA-Boss Chris Shel­ton (69). Shel­ton wirft Le­ge­re etwa vor, Mit­ar­bei­ter ein­schüch­tern zu las­sen, die Be­triebs­rä­te wäh­len wol­len.

Zwar ha­ben auch Kon­zer­ne wie Volks­wa­gen oder BMW ein ge­spal­te­nes Ver­hält­nis zu US-Ge­werk­schaf­tern. Der ex­zen­tri­sche Le­ge­re über­spannt den Bo­gen aber mit­un­ter. Der Ärger mit Shel­ton stört in­zwi­schen so­gar Auf­sichts­rä­te im fer­nen Bonn.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.