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FRESSWELLE

RESTAURANTKETTEN Die Branche boomt und lockt immer wagemutigere Investoren an. Doch viele Unternehmen sterben schnell. Pleiten wie von Jamie Oliver oder Abstürze wie von Nordsee oder Vapiano werden zunehmen.

MA­GEN­BIT­TER Bur­ger­brä­ter Jens Hall­bau­er muss die ers­te Kri­se von Hans im Glück meis­tern

Als der Ein­kaufs­center­be­trei­ber ECE in Frank­furt den Kon­sum­wall­fahrts­ort My­Zeil plan­te, hat­ten Mo­de­ket­ten al­ler Art er­lö­sen­de Wir­kung.

Zehn Jah­re spä­ter wird neu­en Hei­li­gen ge­hul­digt: Flan­kiert von ei­nem Kino über­bie­ten sich in der vier­ten Eta­ge Re­stau­rant­ket­ten mit hip­pem Am­bi­en­te und aus­ge­fal­le­nen An­ge­bo­ten auf über 3700 Qua­drat­me­tern. Rund 100 Mil­lio­nen Euro ha­ben Um­bau und Er­öff­nung von Kon­zep­ten wie Poké You, Dean&Da­vid oder Eat­Doo­ri ver­schlun­gen. Der Name des Ess­pa­ra­die­ses: Food­topia.

Frü­her gal­ten Sys­tem­gas­tro­no­men als Schmud­del­kin­der. Fast schon ver­schämt muss­ten sich An­bie­ter von bil­li­gen Bur­gern und fet­ti­ger Cur­ry­wurst im Kel­ler­ge­schoss eine lieb­lo­se Ecke tei­len, nun sol­len Re­stau­rants die un­zäh­li­gen Flä­chen fül­len, die dar­ben­de Krä­mer hin­ter­las­sen. „Gas­tro­no­mie ist der neue Ein­zel­han­del“, so lau­tet der Slo­gan, un­ter dem Im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler, In­ves­to­ren und so­gar Nah­rungs­mit­tel­kon­zer­ne ei­nen Boom be­feu­ern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.