UNTERNEHMEN

BANKING MIT BULLSHIT

N26 Der Aufstieg von Deutschlands Digitalbank war spektakulär. Aber jetzt zeigt sich, er ist teuer erkauft.

BANK­DI­REK­TOR DER ON­LINE­WELT Va­len­tin Stalf hat mit ei­nem Schul­freund die Di­gi­tal­bank N26 auf­ge­baut. Auf klas­si­sche Tu­gen­den wie Si­cher­heit und Ver­läss­lich­keit hat er zeit­wei­se ver­zich­tet.

Valen­tin Stalfs (33) Welt ist ge­ra­de mal wie­der schwer in Ord­nung. Sagt Va­len­tin Stalf. Sei­ne Smart­pho­ne­bank N26 ver­fü­ge über die bes­te Tech­no­lo­gie, wer­de des­we­gen jetzt auch au­ßer­halb Eu­ro­pas die Märk­te auf­rol­len und wach­se na­tür­lich so­wie­so ra­sant. Ärger mit der Fi­nanz­auf­sicht Ba­Fin? Ei­gent­lich ein Miss­ver­ständ­nis. Die von der Be­hör­de kri­ti­sier­ten Pro­ble­me mit Be­trü­gern und Geld­wä­sche? Selbst­ver­ständ­lich längst an­ge­gan­gen, be­vor sie pu­blik wur­den. Zu we­nig Per­so­nal? Wir doch nicht!

Mit ei­ner Be­wer­tung von fast drei Mil­li­ar­den Euro im Rü­cken, nur sechs Jah­re nach der Grün­dung, fällt es leicht, die Wirk­lich­keit un­be­irr­bar nach ei­ge­nem Gus­to zu in­ter­pre­tie­ren. Zu­min­dest tut Stalf so.

Wenn man den schlan­ken Öster­rei­cher, der sei­ne lan­gen Haa­re gern hin­ters Ohr streicht, zu nach­drück­lich auf den Ärger an­spricht, den N26 mit Kun­den wie mit Auf­se­hern hat, ver­schränkt er wie ein trot­zi­ges Kind die Arme vor der Brust und wie­der­holt: „Wir sind in den Be­rei­chen, die die Ba­Fin an­ge­merkt hat, heu­te gut auf­ge­stellt.“

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.