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EINER GEGEN ALLE

FÜHRUNG Sie sollen Zuversicht verbreiten und stecken selbst voller Zweifel. Warum der Traumjob Chef oft zum Albtraum wird. Und wie man ihn trotzdem überlebt.

VOR­MANN HIN­TER GLAS Sie­mens-Len­ker Joe Ka­e­ser liebt das Spiel mit der Öffent­lich­keit – an­ders als das Gros sei­ner Dax-Kol­le­gen

Den Chef, der al­les kann und be­herrscht? „Den kom­plet­ten Vor­stands­chef“, sin­nier­te Chris­ti­an Sewing (49) un­längst, „den gibt es nicht.“ Man kann dem Mann, der es bei der Deut­schen Bank vom Azu­bi zum Chief Exe­cu­ti­ve Of­fi­cer ge­bracht hat, wirk­lich nicht vor­wer­fen, dass er nicht ver­su­chen wür­de, ein Gro­ßer sei­ner Zunft zu wer­den. Er ra­ckert ohne Un­ter­lass, in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ha­ben sich tie­fe Fur­chen in sein Ge­sicht ge­gra­ben.

Ob sich sei­ne Mis­si­on als ein­sa­mer Ret­tungs­ban­ker für ihn am Ende lohnt, kann ihm heu­te nie­mand ga­ran­tie­ren. Si­cher ist al­ler­dings, dass er durch sei­nen Ra­di­kal­um­bau mit vie­len Weg­ge­fähr­ten bre­chen muss­te. Und dass er vie­le sei­ner Ent­schei­dun­gen mit sich al­lein aus­ma­chen muss­te: Sei­ne Fa­mi­lie etwa hat er zu­letzt nur noch sel­ten zu Ge­sicht be­kom­men.

So wie Sewing er­lebt in­zwi­schen die ge­sam­te Ma­na­ge­reli­te Mo­men­te der Zer­ris­sen­heit und Ohn­macht – nur gibt sie es meist nicht zu. Denn die An­for­de­run­gen an den CEO von heu­te sind schier über­mensch­lich. Und teils pa­ra­dox.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.