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AUTOLAND UNTER

ARBEITSMARKT Die stabile Binnenkonjunktur hält, dafür rattern Deutschlands Traditionsbranchen in die Krise. In der Politik reifen Notfallpläne.

Den Tag die­ses An­rufs wer­de er nie ver­ges­sen, sagt To­bi­as Hans (41). Der jun­ge Mi­nis­ter­prä­si­dent des Saar­lands, der das Amt erst ver­gan­ge­nes Jahr von An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er über­nom­men hat, wur­de te­le­fo­nisch vor­ge­warnt von Gun­nar Herr­mann (59), dem Ford-Deutsch­land-Chef: Am Stand­ort Saar­lou­is, wo das Mo­dell Fo­cus in ver­schie­de­nen Va­ri­an­ten ge­baut wird, stün­den gro­ße Kür­zun­gen an.

Seit Ende Juni gibt es nun kei­ne Nacht­schicht mehr, der ge­plan­te Ab­bau von 1600 der zu­vor gut 6000 Stel­len ist weit fort­ge­schrit­ten. Im­mer­hin ist das Über­le­ben des Werks vor­erst ge­si­chert. An­ders­wo in Eu­ro­pa schließt der US-Kon­zern sechs Fa­bri­ken.

Die Au­to­wirt­schaft ist für das klei­ne Saar­land so es­sen­zi­ell wie Ben­zin für den Ver­bren­ner­mo­tor. 44.000 Jobs oder rund 15 Pro­zent der ge­sam­ten Wirt­schafts­leis­tung hän­gen von der Bran­che ab, be­son­ders stark sind hier die Zu­lie­fe­rer von Bau­tei­len rund um den An­trieb. Der Ab­bau bei Ford hat auch vie­le haus­ge­mach­te Grün­de. Wie durch ein Ver­grö­ße­rungs­glas wird an der Saar aber schon er­kenn­bar, wel­che Fra­ge sich bald fürs gan­ze Land stellt: Wie geht Wan­del in Tur­bo­ge­schwin­dig­keit?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.