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SCHATTEN AN DER WAND

ANLAGESTRATEGIE Große Investoren erwarten das Ende des langen Booms. Privatanleger sollten ihre Depots einem Stresstest unterziehen. Die Faustregel: mehr Cash – und krisenfeste Aktien.

Die Sand­burg Mall in Il­li­nois muss­te 2018 schlie­ßen. „Das US-Wachs­tum schwächt sich ab“, sagt Fi­de­li­ty-In­ter­na­tio­nal-Stra­te­ge Ja­mes Ba­te­man. „Die Fra­ge ist nur noch, wie stark.“

James Ba­te­man (39) hat sein Büro in ei­nem sechs­stö­cki­gen Neu­bau aus ro­tem Back­stein und Glas mit­ten im Her­zen der Lon­do­ner City, und er hat – wie ei­gent­lich fast alle hier in den Stra­ßen­zü­gen um ihn her­um – ro­si­ge Zei­ten hin­ter sich. Die Welt­wirt­schaft brummt seit Jah­ren, was das Spiel für Chef­an­la­ge­stra­te­gen wie Ba­te­man sehr sim­pel macht. So könn­te es gern wei­ter­ge­hen, und vie­le von Ba­tem­ans Kol­le­gen in Eu­ro­pas Geld­haupt­stadt tun auch so, als wür­de die Par­ty kein Ende neh­men.

Öffent­li­cher Op­ti­mis­mus ge­hört zum gu­ten Grund­ton der Bran­che, um die An­le­ger nicht zu ver­un­si­chern und den lie­ben Kol­le­gen aus dem Fonds­ver­trieb das Le­ben nicht noch schwe­rer zu ma­chen.

Doch Ba­te­man hat sich ent­schie­den, aus dem bran­chen­üb­li­chen Rah­men aus­zu­bre­chen. „Die Kon­junk­tur wird ir­gend­wann kip­pen, und wir glau­ben, dass die­ser Zeit­punkt ge­kom­men ist“, warnt der Markt­ver­ste­her des Fonds­rie­sen Fi­de­li­ty In­ter­na­tio­nal. Der Mul­ti-As­set-Stra­te­ge für das Fi­de­li­ty-Ge­schäft au­ßer­halb der USA glaubt, dass sich das US-Wachs­tum ab­schwä­chen wird. „Die Fra­ge ist nur noch, wie stark.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2019.