EDITORIAL

Glanz und Elend der Alleinherr­scher

MAR­TIN NOÉ Chef­re­dak­teur

ELON MUSKS (48) wich­tigs­ter Geld­ge­ber ist ein höf­li­cher Bri­te na­mens Ja­mes An­der­son. Des­sen Fonds Bail­lie Gif­ford hält 7,5 Pro­zent der An­tei­le an Tes­la, dem Schreck des Auto-Es­ta­blish­ments. An­der­son war ei­ner der frü­hen In­ves­to­ren des E-Spe­zia­lis­ten und hat viel Geld da­mit ver­dient. Als An­der­son das ers­te Mal auf Musk traf, er­klär­te ihm der Tes­la-Chef, es gebe eine klei­ne, aber stei­gen­de Chan­ce, dass Tes­la ein­mal das wert­volls­te Un­ter­neh­men der Welt wer­de.

In­zwi­schen sagt An­der­son, Musk müs­se „nicht not­wen­di­ger­wei­se“ Vor­stands­chef sein – was für ei­nen höf­li­chen Bri­ten eine ziem­lich kla­re An­sa­ge ist. Zu vie­le Ver­spre­chen hat der als Ge­nie ge­fei­er­te Un­ter­neh­mer ge­bro­chen. Statt 600.000 Au­tos zu ver­kau­fen und Geld zu ver­die­nen, wer­den die­ses Jahr bes­ten­falls 360.000 Fahr­zeu­ge er­war­tet, ver­läss­lich wach­sen nur Ver­lus­te und Schul­den.

Die in­ne­re Schwä­che der Ka­li­for­ni­er nut­zen nun die deut­schen Au­to­her­stel­ler. Nach vie­len ver­schla­fe­nen Jah­ren spie­len sie ihre über­le­ge­ne Ka­pi­tal­kraft aus, brin­gen end­lich mas­sen­wei­se E-Mo­bi­le auf die Stra­ßen und wol­len so den tech­ni­schen Vor­sprung des Pio­niers schnell auf­ho­len. Tes­las Bat­te­ri­en sei­en tat­säch­lich noch bes­ser als die der Kon­kur­renz, sagt BMW-Chef Oli­ver Zip­se (55), aber „mit Elon Musk tau­schen möch­te ich nicht“. Schon denkt VW-Boss Her­bert Diess (60) über ei­nen güns­ti­gen Ein­stieg bei Tes­la nach. Die Chan­ce dürf­te bald kom­men, glau­ben mei­ne Kol­le­gen Mi­cha­el Frei­tag und Jo­nas Rest. Ihre Ti­tel­ge­schich­te „Das Fi­na­le“ le­sen Sie hier.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.