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Geschlossene Gesellschaft

COMMERZBANK Vorstandschef Martin Zielke muss seine Strategie umwerfen.

DÜSTE­RE AUS­SICHT Fi­lia­len an je­der Ecke – das ist bis­her ein Kern von Ziel­kes Stra­te­gie. Jetzt dro­hen Schlie­ßun­gen.

Schon der Start sei­nes wich­tigs­ten Pro­jekts miss­lang Com­merz­bank-Chef Mar­tin Ziel­ke (56) im Herbst 2016. Die De­tails sei­ner Stra­te­gie „Com­merz­bank 4.0“ wa­ren im In­tra­net zu le­sen, be­vor sie der Auf­sichts­rat ab­ge­seg­net hat­te; die Auf­re­gung war ge­wal­tig.

Mitt­ler­wei­le ist sie ma­xi­ma­ler Er­nüch­te­rung ge­wi­chen. Längst ist klar: Ziel­ke wird sei­ne für 2020 ge­setz­ten Zie­le nicht er­rei­chen. Ein­nah­men von 9,8 Mil­li­ar­den Euro? Fern je­der Rea­li­tät. Eine Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te von mehr als 6 Pro­zent? Dar­aus wird nichts. Ein Ver­hält­nis von Auf­wand zu Er­trag von un­ter 66 Pro­zent? Eben­falls un­er­reich­bar. Statt­des­sen ste­hen zu Bu­che, und das sind nur die jüngs­ten Ne­ga­tiv­schlag­zei­len: Ge­winn­rück­gang, Kre­dit­aus­fäl­le, eine Se­rie von IT-Aus­fäl­len und ein Ak­ti­en­kurs auf Re­kord­tief.

Ziel­ke hat in­zwi­schen die wich­tigs­ten Eck­punk­te sei­ner Stra­te­gie kas­sie­ren müs­sen und ist als gro­ßer Ver­lie­rer aus den ge­schei­ter­ten Fu­si­ons­ver­hand­lun­gen mit der Deut­schen Bank her­vor­ge­gan­gen. Über­nah­me­wil­li­ge In­ter­es­sen­ten wie die nie­der­län­di­sche ING oder Uni­credit aus Ita­li­en ha­ben das Pro­jekt Com­merz­bank vor­erst fal­len las­sen. „Die Bank wird bil­li­ger. Es macht kei­nen Sinn, jetzt zu­zu­grei­fen“, sagt ein In­si­der, der mit den Plä­nen ver­traut ist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.