NAMEN UND NACHRICHTEN

Krieg der Sternchen

WIRECARD Im Aufsichtsrat ist ein erbitterter Kampf um den Vorsitz ausgebrochen.

WILD­WUCHS Wire­card-Chef Braun muss sei­nen Auf­sichts­rat be­frie­den

In der Not, das weiß auch ein emo­ti­ons­ge­dämpf­ter Zeit­ge­nos­se wie Wire­card-Chef Mar­kus Braun (49), ist es gut, wenn man sich auf alte Freun­de ver­las­sen kann. Im­mer wie­der tau­chen Bu­chun­gen und Über­see­töch­ter in der Bi­lanz des Zah­lungs­ver­kehrs­spe­zia­lis­ten auf, de­ren Cha­rak­ter Braun nicht so recht er­klä­ren kann. Ent­spre­chend schreck­haft lar­viert sich die Wire­card-Ak­tie durch das Jahr. Auf der Haupt­ver­samm­lung des Dax-Kon­zerns Mit­te Juni muss­te sich Braun, selbst mit 7,05 Pro­zent größ­ter An­teils­eig­ner, hef­ti­ge Vor­wür­fe an­hö­ren.

Kaum war das Ak­tio­närs­tref­fen kraft­rau­bend be­en­det, er­reich­te das all­ge­mei­ne Cha­os auch das höchs­te Gre­mi­um des Kon­zerns: den Auf­sichts­rat. Auf des­sen kon­sti­tu­ie­ren­der Sit­zung frag­te Wulf Mat­thi­as (74), Gre­mi­ums­vor­ste­her von Brauns Gna­den, sei­ne Mit­kon­trol­leu­re, wer denn nun sein Vize wer­den wol­le.

Der Pos­ten war va­kant, weil Amts­in­ha­ber Al­fons Hen­se­ler (75) auf der Haupt­ver­samm­lung just zu­vor aus­ge­schie­den war; ein schö­ner Job schon des­halb, weil es ne­ben der Jah­res­ver­gü­tung in Höhe von 120.000 Euro für das Nor­mal­mit­glied noch ein­mal 60.000 Euro per an­num oben­drauf gibt. Be­son­de­ren Pfiff be­kam die Fra­ge aber, weil Mat­thi­as selbst dem­nächst in den Ru­he­stand geht – und sein Stell­ver­tre­ter dann bes­te Chan­cen auf die Nach­fol­ge hat (und ei­nen wei­te­ren Auf­schlag von 60.000 Euro ein­strei­chen kann).

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.