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Dr. Copy

OETKER Der Nahrungsmittelkonzern kopiert fleißig – und sorgt für Ärger in der Start-up-Szene.

FRECH Das Ori­gi­nal Fla­schen­post und die Oet­ker-Ko­pie Durst­ex­press

Das Ko­pie­ren von Ge­schäfts­mo­del­len hat in der Start-up-Sze­ne Tra­di­ti­on. Oli­ver Sam­wer (47), Grün­der des Bran­chen­stars Ro­cket In­ter­net, hat nie ver­hehlt, dass die Ide­en für alle sei­ne Fir­men von an­de­ren stam­men. Im Grün­der­busi­ness mit Pla­gia­ten für Auf­re­gung zu sor­gen ist da­her schwie­rig. Die Oet­ker-Grup­pe hat es ge­schafft.

All­zu dreist hät­ten die Bie­le­fel­der ko­piert, heißt es in der Sze­ne. Etwa als sich die zu Oet­ker ge­hö­ren­de Ra­de­ber­ger Grup­pe im Herbst 2016 für das Start-up Fla­schen­post in­ter­es­sier­te. Ra­de­ber­ger-Chef Niels Lo­renz (48) ver­han­del­te über ei­nen Ein­stieg bei den Müns­te­ra­ner Ge­trän­ke­lie­fe­ran­ten; und nach­dem eine Ge­heim­hal­te­er­klä­rung un­ter­zeich­net wur­de, er­hiel­ten die Oet­ker-Ma­na­ger Ein­blick zum Bei­spiel in IT und Fi­nanz­pro­gno­sen des Start-ups.

Der Deal platz­te. Doch das In­ter­es­se blieb. Kurz dar­auf zog Ma­rio Be­ne­dikt (55), der zu­vor das In­vest­ment ge­prüft hat­te, für den Oet­ker-Kon­zern den Lie­fer­dienst Durst­ex­press hoch – fast eine Eins-zu-eins-Ko­pie von Fla­schen­post. Der Auf­bau der Web­site er­in­ner­te an das Vor­bild, die Durst­ex­press-Lie­fer­wa­gen wur­den im Stil der Fla­schen­post-Vans be­klebt. Bei der Vor­stands­prä­sen­ta­ti­on sol­len so­gar teils Fla­schen­post-Fi­nanz­pro­jek­tio­nen vor­ge­stellt wor­den sein.

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