NAMEN UND NACHRICHTEN

Großer Lauschan­griff

BANKEN Sogar Wirtschaftsprüfer hören Kundengespräche mit.

OLD SCHOOL Ban­ken­ver­bands­prä­si­dent Pe­ters will Ver­trau­lich­keit am Te­le­fon

Es ist so et­was wie der gro­ße Lausch­an­griff von Face­book und Ama­zon, App­le und Goog­le. Die Tech­kon­zer­ne lie­ßen die Auf­nah­men ih­rer elek­tro­ni­schen Sprachas­sis­ten­ten von An­ge­stell­ten ab­hö­ren und auf­zeich­nen, Vul­gä­res und pein­lich In­ti­mes war dar­un­ter, so wie das Le­ben eben spielt. Face­book setz­te da­für so­gar Hun­der­te ex­ter­ne Dienst­leis­ter ein. Die öf­fent­li­che Em­pö­rung war so groß, dass die US-Kon­zer­ne den Stopp ih­rer Ab­hör­at­ta­cken ver­spra­chen.

In Eu­ro­pa je­doch wird wei­ter mit­ge­hört. Da­bei geht es durch­weg um sen­si­ble In­for­ma­tio­nen: die pri­va­ten Fi­nan­zen. Viel de­li­ka­ter aber noch: Der Kreis der po­ten­zi­el­len Mit­hö­rer ist grö­ßer als bis­lang be­kannt.

Seit Ja­nu­ar 2018 müs­sen die Geld­in­sti­tu­te in Eu­ro­pa prak­tisch alle Te­le­fo­na­te mit Kun­den auf­zeich­nen. Der Grund für die Mit­schnit­te ist eine EU-Richt­li­nie na­mens Mi­FID II, die Käu­fer von Fi­nanz­in­stru­men­ten schüt­zen soll. Über die Auf­zeich­nun­gen muss­ten Ban­ken alle Kun­den in­for­mie­ren, die eine Te­le­fon­be­ra­tung nut­zen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.