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Elegant im Abgang

DEUTSCHE BÖRSE Chefaufseher Joachim Faber geht, IBM-Mann Martin Jetter übernimmt.

WILL WECH­SELN Auf­sichts­rats­chef Joa­chim Fa­ber

Sein Fa­re­well bei der Deut­schen Bör­se hat Joa­chim Fa­ber (69) von lan­ger Hand vor­be­rei­tet. Ge­sichts­wah­rend soll­te der Ab­schied aus­fal­len, kei­ne An­zei­chen da­für bie­ten, dass Fa­ber sein Amt nicht ganz frei­wil­lig auf­gibt. Pünkt­lich zur Haupt­ver­samm­lung im Früh­jahr kom­men­den Jah­res ist es so weit. Mar­tin Jet­ter (59) wird über­neh­men. Der Mann ver­ant­wor­tet das Eu­ro­pa-Ge­schäft des US-Tech­rie­sen IBM und ist da­mit eine Wahl, die sich auch auf den Ka­pi­tal­märk­ten ex­zel­lent ver­kau­fen lässt.

Schließ­lich gilt der Frank­fur­ter Kon­zern we­gen sei­ner selbst ent­wi­ckel­ten Han­dels­sys­te­me, auf de­nen täg­lich un­zäh­li­ge Ak­ti­en- und Ter­min­markt­ge­schäf­te ab­ge­wi­ckelt wer­den, als IT-Fir­ma mit an­ge­schlos­se­nem Bör­sen­be­trieb. Jet­ter hat sei­nen IBM-Dienst­sitz be­reits von New York in die Eu­ro­pa-Zen­tra­le Ma­drid ver­legt.

Lan­ge hat­te es nicht nach ei­nem fried­lich-schied­li­chen Rück­zug Fa­bers aus­ge­se­hen. Ein fehl­ge­schla­ge­ner Fu­si­ons­ver­such mit der Kon­kur­renz aus Lon­don, In­si­der­er­mitt­lun­gen und der dar­auf fol­gen­de Ärger mit der Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (Ba­Fin) hat­ten ihn ge­schwächt. Sei­ne rei­bungs­lo­se Wie­der­wahl im Früh­jahr 2018 er­kauf­te er sich mit dem Ver­spre­chen an die In­ves­to­ren, sich vor Ende der drei­jäh­ri­gen Amts­pe­ri­ode zu­rück­zu­zie­hen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2019.