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Star von gestern

SIEMENS In der Vorzeigesparte tut sich ein Führungsproblem auf.

Im Mai gab Joe Ka­e­ser (62) mal wie­der Fest­spie­le als Sie­mens-Chef. Erst ver­sprach er den aus ganz Eu­ro­pa zur Mün­che­ner Kon­zern­zen­tra­le ge­reis­ten Ana­lys­ten, nach der 2020 ge­plan­ten Ab­spal­tung des En­er­gie­ge­schäfts wer­de Sie­mens viel schnel­ler wach­sen und deut­lich pro­fi­ta­bler wer­den. Kurz dar­auf schwärm­te er auf ei­ner In­dus­trie­kon­fe­renz in Mia­mi, das Sie­mens der Zu­kunft wer­de eine ein­fa­che­re, fo­kus­sier­te­re und agi­le­re Fir­ma mit ei­nem star­ken In­dus­trie­kern aus di­gi­ta­len Fa­bri­ken und Ge­bäu­den.

Mit der Rea­li­tät hat Ka­e­sers schö­ne Ge­schich­te bis­lang we­nig zu tun. Aus­ge­rech­net Sie­men­s' Prunk­stück ver­dirbt den Plot; die Spar­te Di­gi­tal In­dus­tries (DI) ver­lor von April bis Juni ge­gen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum mehr als 5 Pro­zent­punk­te Um­satz­ren­di­te. 14,3 Pro­zent Mar­ge klin­gen zwar noch ganz gut. Doch durch den Ein­bruch ver­fehl­te der Kon­zern die Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten wie seit dem letz­ten Quar­tal von Ex-Chef Pe­ter Lö­scher (61) 2013 nicht mehr. Lö­scher muss­te da­mals für Ka­e­ser Platz ma­chen.

Das steht bei Ka­e­ser zwar nicht be­vor, doch die An­le­ger sind schwer ver­schnupft. Die Sie­mens-Ak­tie büß­te seit Ende Juli 15 Pro­zent ein, und der Sink­flug könn­te an­dau­ern.

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